Bundesprogramm Ökologischer Landbau

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Das Bundesprogramm Ökologischer Landbau, kurz BÖL, ist ein von der deutschen Bundesregierung unter Federführung der ehemaligen Verbraucherschutzministerin Renate Künast ins Leben gerufenes Förderprogramm für ökologisch erzeugte Lebensmittel. Mit Fördergeldern in Höhe von zunächst 35 Millionen Euro in den Jahren 2002 und 2003, danach 20 Millionen Euro jährlich bis zum Jahr 2007, wurde und wird unter diesem Programm der Ausbau der ökologischen Landwirtschaft in Deutschland gefördert. Dabei sollen alle Ebenen mit den zur Verfügung gestellten Mitteln erreicht werden, Erzeuger, Handel sowie die Verbraucher sollen unterstützt und informiert werden.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Bundesprogramm basiert auf einem Vorschlag einer eigens dafür an der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft eingesetzten Projektgruppe von externen Sachverständigen und Verbandsvertretern. Als Mitglieder der Projektgruppe waren vom ehemaligen BMVEL folgende Personen benannt worden: Folkhard Isermeyer als Leiter der Projektgruppe und Hiltrud Nieberg (beide Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft, FAL Braunschweig), Stephan Dabbert (Universität Hohenheim), Jürgen Heß (Universität Gesamthochschule Kassel), Thomas Dosch (Bioland - Bundesverband für organisch-biologischen Landbau e.V.) und Felix Prinz zu Löwenstein (ehemals Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau e.V. (AGÖL), heute Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW)).

Für die Umsetzung des Bundesprogramms wurde an der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) in Bonn eine Geschäftsstelle eingerichtet, die für die Detailkonzipierung und Ausschreibung der Maßnahmen und für die verwaltungsmäßige Abwicklung des Programms zuständig ist. Das Programm wurde erweitert zum "Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft" (BÖLN).

Die Anbaufläche für Ökolandbau beträgt zurzeit knapp 6 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche in der Bundesrepublik Deutschland,[1] die Zielvorstellung liegt bei etwa 20 Prozent im Jahr 2012, wozu das Förderprogramm beitragen soll.

Maßnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gefördert werden unter anderem Betriebe, die ihre Produktion auf ökologische Landwirtschaft umstellen wollen durch Beratung, es gibt Programme an Schulen mit Wettbewerben wie Bio find ich kuh-l/Echt kuh-l!, der zentrale Internetauftritt Oekolandbau.de soll die Bevölkerung und die Zielgruppen informieren. Viele weitere Maßnahmen sind Bestandteil dieses Programms.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zahlen, Daten, Fakten auf boelw.de (PDF; 4,6 MB), abgerufen 4. Februar 2011