Burg Rheinhausen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Burg Rheinhausen
Alternativname(n): Zollburg Husen, Rhinhusen
Entstehungszeit: 1100 bis 1200
Burgentyp: Niederungsburg
Erhaltungszustand: Burgstall
Ständische Stellung: Adlige
Ort: Mannheim
Geographische Lage 49° 28′ 30,1″ N, 8° 28′ 58,8″ OKoordinaten: 49° 28′ 30,1″ N, 8° 28′ 58,8″ O
Burg Rheinhausen (Baden-Württemberg)
Burg Rheinhausen

Die Burg Rheinhausen, auch Zollburg Husen oder Rhinhusen genannt, ist eine abgegangene Niederungsburg im heutigen Mannheimer Stadtteil Schwetzingerstadt.

Die Tiefburg wurde im 12. Jahrhundert von den Reichsministerialen Herren von Husen als Zollburg erbaut und 1247 als Mannheimer Zollstelle für Rhein und Neckar erwähnt.[1] Sie war die erste Befestigungsanlage in Mannheim und lag am Neckar, der damals noch südlich von Mannheim in den Rhein floss. Von den Herren von Husen übernahm Markward von Annweiler die Burg.

In der Folge einer großen Überschwemmung änderte der Neckar um 1275 seinen Lauf und mündet seitdem nördlich von Mannheim in den Rhein. Damit lag die Burg in der Ebene zwischen Rhein und Neckar und eignete sich nicht mehr für Zollzwecke. Nach Zerstörung im 17. Jahrhundert war Rheinhausen Gutshof der Kurfürstlichen Domäne. Von der ehemaligen Burganlage ist nichts mehr erhalten. Die Burgstraße und die Rheinhäuser Straße, an deren Kreuzung die Burg lag, erinnern in Mannheim an das Bauwerk.[1][2]

Von der Burg stammte der Minnesänger Friedrich von Hausen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b MARCHIVUM: Mannheimer Straßennamen, Rheinhäuser Straße. Abgerufen am 25. November 2018.
  2. MARCHIVUM: Mannheimer Straßennamen, Burgstraße. Abgerufen am 25. November 2018.