Burg Wineck (Dambach)

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Burg Wineck
Burgruine Wineck

Burgruine Wineck

Entstehungszeit: 13. Jahrhundert
Burgentyp: Höhenburg, Felslalge
Erhaltungszustand: Ruine
Ort: Dambach
Geographische Lage 49° 0′ 49,1″ N, 7° 39′ 43,6″ OKoordinaten: 49° 0′ 49,1″ N, 7° 39′ 43,6″ O
Burg Wineck (Dambach) (Elsass)
Burg Wineck (Dambach)

Die Burg Wineck (französisch Château de Wineck), auch Windeck genannt, ist die Ruine einer kleinen mittelalterlichen Höhenburganlage oberhalb des Winecker Tales bei Dambach im Elsass und gehört zum Typus der Felsenburgen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach archäologischen Erkenntnissen wurde die Burg im 13. Jahrhundert errichtet. Die Burg wird 1338 erstmals urkundlich als Hauß Windecken im Besitz des Ritter Johann Marsilius von Saarbrücken, erwähnt.[1] Im Jahr 1517 erhielt Wolf Eckbrecht von Dürckheim die Burg zusammen mit Burg Schöneck zu Lehen.

Die Burg wurde wahrscheinlich 1680 zusammen mit Burg Schöneck zerstört.

Seit dem 30. Dezember 1985 steht sie als Monument historique unter Denkmalschutz.[2]

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ruine der Burg Wineck liegt in 368 Metern Höhe. Von der auf der Ostseite des Felsens gelegenen Unterburg gibt es lediglich wenige Mauerreste. Die Oberburg ist frei zugänglich und nur mit Kletterzeug zu erreichen. Die Burg wurde für den Klettersport freigegeben, jedoch mit Rücksicht auf die archäologischen Relikte.[3] Auf der Oberburg sind ein Felsenraum und Reste des Turms sowie der Schildmauer erhalten.

Möglicherweise gehörte die Burg Wineck zu der auf demselben Bergrücken gelegenen Burg Wittschlössel.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Thomas Biller, Bernhard Metz: Der frühe gotische Burgenbau im Elsaß (1250–1300) (= Die Burgen des Elsaß. Architektur und Geschichte. Bd. 3). Deutscher Kunstverlag, München 1995, ISBN 3-422-06132-0, S. 275–278.
  • Jean-Michel Rudrauf: Le château de Windeck (Dambach) – Etude du site et bilan d'une intervention archéologique. In: Châteaux forts d'Alsace. Bd. 6, 2004, ISSN 1281-8526, S. 5−36.
  • Jean-Michel Rudrauf: Windeck. In: Jürgen Keddigkeit, Ulrich Burkhart, Rolf Übel (Hrsg.): Pfälzisches Burgenlexikon. Band 4.2: St-Z (= Beiträge zur pfälzischen Geschichte. Bd. 12.4.2). Institut für Pfälzische Geschichte und Volkskunde, Kaiserslautern 2007, ISBN 978-3-927754-56-0, S. 341–351.
  • Nicolas Mengus, Jean-Michel Rudrauf: Châteaux forts et fortifications médiévales d′Alsace. Dictionnaire d′histoire et d′architecture. La Nuée Bleue, Straßburg 2013, ISBN 978-2-7165-0828-5, S. 349.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rudrauf, Windeck, S. 342.
  2. Burg Wineck in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch), Zugriff am 30. Juli 2009.
  3. Informationstafel an der Burg