Dambach (Bas-Rhin)

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Dambach
Wappen von Dambach
Dambach (Frankreich)
Dambach
Region Grand Est
Département Bas-Rhin
Arrondissement Haguenau-Wissembourg
Kanton Reichshoffen
Koordinaten 49° 0′ N, 7° 38′ OKoordinaten: 49° 0′ N, 7° 38′ O
Höhe 215–567 m
Fläche 30,50 km²
Einwohner 767 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 25 Einw./km²
Postleitzahl 67110
INSEE-Code
Burgruine Schöneck

Dambach ist eine elsässische Gemeinde mit 767 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im Département Bas-Rhin in der Region Grand Est in Frankreich.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dambach ist ein Haufendorf. Durch den Dorfkern führt die Départementsstraße 35 sowie der Schwarzbach, der in die Moder fließt. Zu Dambach gehört der Ortsteil Neunhoffen, früher ein eigenständiges Dorf.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappenbeschreibung: In Gold ein roter Balken.

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dambach war ein Lehen des Bischofs von Straßburg,[1] das 1301 als Teil des zur Burg Schöneck zählenden Besitzes zu einem Viertel an die Herren von Lichtenberg vergeben wurde.[2] 1398 wurde es an Zweibrücken-Bitsch verpfändet.[3] Das lichtenbergische Viertel war dem Amt Wörth zugeordnet,[4] das im 13. Jahrhundert entstanden war. Als 1480 mit Jakob von Lichtenberg das letzte männliche Mitglied des Hauses verstarb, wurde das Erbe zwischen seinen beiden Nichten, Anna und Elisabeth, geteilt. Anna hatte Graf Philipp IV. von Hanau (1514–1590) geheiratet, Elisabeth von Lichtenberg (* 1444; † 1495) Simon IV. Wecker von Zweibrücken-Bitsch. Das Amt Wörth – und damit auch das Dambacher Viertel – kamen bei der Teilung zu Zweibrücken-Bitsch.

Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1570 kam es zu einem weiteren Erbfall, der das Amt Wörth zur Grafschaft Hanau-Lichtenberg brachte: Graf Jakob von Zweibrücken-Bitsch (* 1510; † 1570) und sein schon 1540 verstorbener Bruder Simon V. Wecker hinterließen nur jeweils eine Tochter als Erbin. Die Tochter des Grafen Jakob, Margarethe (* 1540; † 1569), war mit Philipp V. von Hanau-Lichtenberg (* 1541; † 1599) verheiratet. Zu dem sich aus dieser Konstellation ergebenden Erbe zählte auch die zweite, nicht bereits durch Hanau-Lichtenberg regierte, Hälfte der ehemaligen Herrschaft Lichtenberg.

Mit der Reunionspolitik Frankreichs unter König Ludwig XIV. kam das Amt Wörth und damit auch Dambach unter französische Oberhoheit. Nach dem Tod des letzten Hanauer Grafen, Johann Reinhard III., fiel das Erbe – und damit auch Dambach – 1736 an den Sohn seiner einzigen Tochter, Charlotte, den Erbprinzen und späteren Landgrafen Ludwig (IX.) von Hessen-Darmstadt. Mit dem durch die Französische Revolution begonnenen Umbruch wurde das Amt Wörth Bestandteil Frankreichs und in den folgenden Verwaltungsreformen aufgelöst.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1798[5] 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2013
55 574 633 679 652 702 729 755 781

Burgen und Schlösser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fritz Eyer: Das Territorium der Herren von Lichtenberg 1202–1480. Untersuchungen über den Besitz, die Herrschaft und die Hausmachtpolitik eines oberrheinischen Herrengeschlechts = Schriften der Erwin von Steinbach-Stiftung 10. 2. Auflage. Bad Neustadt an der Saale 1985, ISBN 3-922923-31-3 [Nachdruck des Werks von 1938].
  • Friedrich Knöpp: Territorialbestand der Grafschaft Hanau-Lichtenberg hessen-darmstädtischen Anteils. [maschinenschriftlich] Darmstadt 1962. [Vorhanden in Hessisches Staatsarchiv Darmstadt, Signatur: N 282/6].
  • Alfred Matt: Bailliages, prévôté et fiefs ayant fait partie de la Seigneurie de Lichtenberg, du Comté de Hanau-Lichtenberg, du Landgraviat de Hesse-Darmstadt. In: Société d’Histoire et d’Archaeologie de Saverne et Environs (Hrsg.): Cinquième centenaire de la création du Comté de Hanau-Lichtenberg 1480–1980 = Pays d’Alsace 111/112 (2, 3 / 1980), S. 7–9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dambach (Bas-Rhin) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eyer, S. 57.
  2. Eyer, S. 57, 147f.
  3. Eyer, S. 107.
  4. Knöpp, S. 19; Matt, S. 7.
  5. Matt, S. 7.