Burgruine Staatz

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Burgruine Staatz
Staatz 1814 von Anton Köpp von Felsenthal

Staatz 1814 von Anton Köpp von Felsenthal

Staat Österreich
Ort Staatz
Burgentyp Höhenburg
Erhaltungszustand Ruine
Geographische Lage 48° 41′ N, 16° 29′ OKoordinaten: 48° 40′ 36″ N, 16° 29′ 23″ O
Höhenlage 332 m
Burgruine Staatz (Niederösterreich)
Burgruine Staatz (Niederösterreich)

Die Burgruine Staatz liegt im nördlichen Weinviertel in der Marktgemeinde Staatz.

Lage

Der 332 Meter hohe Staatzer Berg gehört zur Waschbergzone, die das Weinviertel in Nord-Süd-Richtung teilt. Die gewaltigen Kalkklippen bilden die charakteristischste geologische Einheit des Weinviertels, die es nur hier, in Falkenstein und im angrenzenden Südmähren gibt. Sie besteht aus isolierten Gesteinstrümmern, die aus dem Untergrund herausragen. Die eindrucksvollste Formation der Klippenzone ist dabei sicherlich der Staatzer Berg, der sich fast 100 m hoch aus der weiten Laaer Ebene erhebt.

Geschichte

Diese hervorragende strategische Lage ließ bereits im 11. Jahrhundert eine Burg auf der Staatzer Klippe entstehen, 1072 wird ein Pucho de Stoz erstmals urkundlich erwähnt. Bis um die Mitte des 13. Jahrhunderts tauchen immer wieder Vertreter des Geschlechts der Staatzer in Urkunden auf.

1246 standen sich in der Ebene unterhalb der Burg die Heere Friedrichs II. des Streitbaren und Ulrichs von Kärnten gegenüber, der im Auftrag seiner böhmischen Verwandtschaft in Österreich eingefallen war; der in der Schlacht gegen den letzten Babenberger unterlegene Kärntner wurde auf Staatz gefangen gehalten. König Ottokar II. Přemysl belehnte Otto von Maissau mit der Burg. Unter den Maissauern erlebte die Burg ihre Blütezeit und der unterhalb der Burg gelegene Ort wird in Urkunden als Stadt bezeichnet. Nach einem gescheiterten Aufstand gegen Herzog Albrecht V. wurde Staatz 1430 den Maissauern entzogen und 1431 als landesfürstliches Lehen an Niklas Truchseß von Drasenhofen verpfändet. In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts kam Staatz an die Freiherrn von Roggendorf. 1551 verpfändete Kaiser Ferdinand I. Staatz vom Landesfürsten an die Freiherrn von Breuner die die Burg weiter ausbauten. 1600 kaufte Seyfried Christoph von Breuner Staatz von Kaiser Rudolf II. Seit damals ist die Burg in Privatbesitz.

Die Zerstörung von Staatz

Staatz galt als uneinnehmbar. Um so überraschender war die rasche Einnahme und Zerstörung der Burg durch die Schweden am 24. April 1645. Die Burg wurde aufgegeben und am Fuß des Burgfelsens ein neues Schloss erbaut. 1671 verkauften die Breuner die Herrschaft Staatz an die Freiherrn von Kuenritz, 1675 kam Staatz an die Colloredo. 1945 brannte das Schloss aus und wurde abgerissen. Heute sind noch der Schüttkasten, umgebaut zum Musikvereinssaal, der Felsenkeller und zwei Wohngebäude von der Schlossanlage erhalten.

Burgruine Staatz (2007)

Die Burg heute

Nach dem Fall von Staatz zerfiel Staatz rasch zur Ruine, heute sind noch Reste des ersten Tors erhalten und Teile des Palas mit Resten eines gekuppelten romanischen Fensters erhalten. Auf der Spitze der Klippe stehen noch Reste des Bergfrieds. Die Burgruine kann frei besichtigt werden, der Aufstieg lohnt sich auch wegen des beeindruckenden Ausblicks. Auf der Burg werden Erlebnisführungen für Kinder angeboten.

Am Fuße der Staatzer Burg liegt die Felsenbühne mit Musical-Aufführungen im Sommer.

Weblinks

Commons: Burgruine Staatz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien