Maissau

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Stadtgemeinde
Maissau
Wappen Österreichkarte
Wappen von Maissau
Maissau (Österreich)
Maissau
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Hollabrunn
Kfz-Kennzeichen: HL
Fläche: 43,14 km²
Koordinaten: 48° 34′ N, 15° 49′ OKoordinaten: 48° 34′ 0″ N, 15° 49′ 0″ O
Höhe: 341 m ü. A.
Einwohner: 1.935 (1. Jän. 2020)
Bevölkerungsdichte: 45 Einw. pro km²
Postleitzahl: 3712
Vorwahl: 02958
Gemeindekennziffer: 3 10 26
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Franz Gilly-Gasse 7
3712 Maissau
Website: maissau.at
Politik
Bürgermeister: Josef Klepp (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2020)
(19 Mitglieder)
15
3
1
15 
Insgesamt 19 Sitze
Lage von Maissau im Bezirk Hollabrunn
Alberndorf im PulkautalGöllersdorfGrabernGuntersdorfHadresHardeggHaugsdorfHeldenbergHohenwarth-Mühlbach am ManhartsbergHollabrunnMailbergMaissauNappersdorf-KammersdorfPernersdorfPulkauRavelsbachRetzRetzbachSchrattenthalSeefeld-KadolzSitzendorf an der SchmidaWullersdorfZellerndorfZiersdorfNiederösterreichLage der Gemeinde Maissau im Bezirk Hollabrunn (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Maissau ist eine österreichische Stadtgemeinde mit 1935 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2020) im Bezirk Hollabrunn in Niederösterreich.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maissau liegt am Übergang vom Weinviertel zum Waldviertel am Fuß des Manhartsberges. Die Fläche der Stadtgemeinde umfasst 43,14 Quadratkilometer. 28,03 Prozent der Fläche sind bewaldet. Zwischen Klein-Burgstall und Eggendorf am Walde entspringt der Gscheinzbach, der in den Kamp entwässert und nördlich von Eggendorf entspringen der Ravelsbach, der Dürnbach, der Schleinzbach und der Straningbach, die in die Schmida entwässern.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus finanziellen und wirtschaftlichen Überlegungen erfolgte die Gemeindezusammenlegung (NÖ. Kommunalstrukturverbesserung) von Maissau mit Gumping am 1. Jänner 1968. Mit 1. Jänner 1970 fand die Eingliederung der ehemaligen Gemeinden Oberdürnbach, Wilhelmsdorf, Reikersdorf und Klein-Burgstall statt und mit 1. Jänner 1972 jene mit Limberg, Unterdürnbach, Grübern, Eggendorf am Walde.[1]

Seit 1972 umfasst das Gemeindegebiet folgende 10 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2020[2]):

Katastralgemeinden sind Eggendorf am Walde, Grübern, Gumping, Klein-Burgstall, Limberg, Maissau, Oberdürnbach, Reikersdorf, Unterdürnbach, Wilhelmsdorf.

Die Stadtgemeinde Maissau ist Mitglied der Kleinregion Manhartsberg.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Burgschleinitz-Kühnring Straning-Grafenberg
Schönberg am Kamp Nachbargemeinden Sitzendorf an der Schmida
Hohenwarth-Mühlbach am Manhartsberg Ravelsbach

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die früheste Erwähnung von Maissau erfolgte im Jahr 1114. Im Klosterneuburger Traditionskodex ist dazu erwähnt, dass der Kastellan Otto von Mödling sein Gut in Maissau dem Stift Klosterneuburg schenkte.[3]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einwohnerzahl nimmt seit 1981 wegen einer stark positiven Wanderungsbilanz zu, obwohl die Geburtenbilanz negativ ist.[4]


Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

BW

Der Gemeinderat hat 19 Mitglieder.

Bürgermeister
  • 1960–1965 Josef Naderer (ÖVP)
  • bis 2010 Martin Schmid (ÖVP)
  • seit 2010 Josef Klepp (ÖVP)

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kellergasse Viaduktgasse in Maissau
Kellergasse Kogelfeld in Grübern
Regelmäßige Veranstaltungen
  • Maissauer Faschingszug, alle 2 Jahre (gerade Jahreszahlen)
  • Gottfried-von-Einem-Tage, alljährlich im Juni

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2010 gab es 93 land- und forstwirtschaftliche Betriebe, davon 56 Haupterwerbsbetriebe. 1999 waren es 131 Betriebe mit 71 im Haupterwerb.[12] Im Produktionssektor beschäftigten fünfzehn Betriebe 120 Arbeitnehmer. Etwa die Hälfte davon arbeitete im Baugewerbe, etwa ein Viertel jeweils mit der Herstellung von Waren und im Bergbau. Der Dienstleistungssektor gab in 104 Betrieben 356 Menschen Arbeit. Ein Drittel davon arbeitete im Handel, ein zweites Drittel in sozialen und öffentlichen Diensten (Stand 2011).[13][14]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Stadtgemeinde gibt es drei Kindergärten und eine Volksschule.[17]

Gesundheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Maissau ordinieren mehrere praktische Ärzte und Fachärzte, auch eine Apotheke befindet sich in der Stadt.[18]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Josef Naderer (1906–1965), Weingroßhändler, Politiker und Abgeordneter zum Landtag von Niederösterreich
  • Gottfried von Einem (1918–1996), österreichischer Komponist und Gerechter unter den Völkern, lebte und verstarb in Oberdürnbach bei Maissau

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Maissau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Österreichischer Städteatlas: Maissau ( Online); Verlag Franz Deuticke, Wien 1997, ISBN 3-7005-4659-9
  2. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2020 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2020), (CSV)
  3. Stadtgemeinde Maissau, Unsere Stadt, Geschichte. Abgerufen am 18. Oktober 2019.
  4. Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Maissau, Bevölkerungsentwicklung. Abgerufen am 18. Oktober 2019.
  5. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 1995 in Maissau. Amt der NÖ Landesregierung, 30. März 2000, abgerufen am 26. März 2020.
  6. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2000 in Maissau. Amt der NÖ Landesregierung, 4. Februar 2005, abgerufen am 26. März 2020.
  7. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2005 in Maissau. Amt der NÖ Landesregierung, 4. März 2005, abgerufen am 26. März 2020.
  8. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2010 in Maissau. Amt der NÖ Landesregierung, 8. Oktober 2010, abgerufen am 26. März 2020.
  9. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2015 in Maissau. Amt der NÖ Landesregierung, 1. Dezember 2015, abgerufen am 26. März 2020.
  10. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2020 in Maissau. Amt der NÖ Landesregierung, 26. Januar 2020, abgerufen am 26. März 2020.
  11. Amethyst Kapelle Grübern. Abgerufen am 4. Dezember 2018.
  12. Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Maissau, Land- und forstwirtschaftliche Betriebe. Abgerufen am 17. Oktober 2019.
  13. Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Maissau, Arbeitsstätten. Abgerufen am 17. Oktober 2019.
  14. Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Maissau, Beschäftigte. Abgerufen am 17. Oktober 2019.
  15. OEBB, Stationsinformation, Limberg-Maissau. Abgerufen am 17. Oktober 2019.
  16. GoogleMaps, Maissau. Abgerufen am 17. Oktober 2019.
  17. Stadtgemeinde Maissau, Bürgerservice, Einrichtrungen. Abgerufen am 17. Oktober 2019.
  18. Stadtgemeinde Maissau, Bürgerservice, Gesundheit. Abgerufen am 17. Oktober 2019.