Burgwall Mölln

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Burgwall Mölln
Burgwall im Sommer

Burgwall im Sommer

Alternativname(n): Seeberg
Entstehungszeit: 10. bis 12. Jahrhundert
Burgentyp: Niederungsburg
Erhaltungszustand: Wallreste
Ort: Mölln
Geographische Lage 53° 35′ 48″ N, 13° 5′ 3″ OKoordinaten: 53° 35′ 48″ N, 13° 5′ 3″ O

Der Burgwall von Mölln liegt nördlich von Mölln im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte am Rande des fast verlandeten Möllner Sees. Bei dem slawischen Burgwall handelt es sich um eine ehemalige Inselburg. Durch Ackerbewirtschaftung sind die Wälle so gut wie eingeebnet worden, dennoch ist der Burgwall im Gelände erkennbar. Ausgrabungen durch Volker Schmidt im Jahr 1988 erbrachten hier den Hinweis auf den Sitz eines möglichen Tollenserfürsten. Die Anlage war zweigliedrig, oval und hatte nur ein Zugangstor. Es führte eine bogenförmige Brücke von Mölln her zur ehemaligen Burgwallinsel. Die Brücke wurde auf einem künstlichen Sanddamm errichtet, den man heute noch gut in den vegetationsärmeren Zeiten erkennt. Demnach war der See schon in der Zeit des 10. bis 12. Jahrhunderts vom Wasserstand her sehr niedrig. Nach heutigem Kenntnisstand war die Möllner Burg die überlieferte Burg Gotebant. Da man bei den Untersuchungen massive Holzkohleschichten vorfand, ist die Inselburg wahrscheinlich in einer großen Feuerkatastrophe untergegangen. Die Burg liegt heute am Möllner See, der zur Slawenzeit noch mit dem Gädebehner- und Kastorfer See verbunden war. Da einige weitere Slawenburgen an diesem größeren Gewässer lagen ist anzunehmen, dass der See zur Slawenzeit eine gewisse Bedeutung gehabt haben muss. Es wird vermutet, das hier das politische und wirtschaftliche Machtzentrum der Tollenser bestand.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]