Mölln (Mecklenburg)

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Mölln führt kein Wappen
Mölln (Mecklenburg)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Mölln hervorgehoben
Koordinaten: 53° 35′ N, 13° 5′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Mecklenburgische Seenplatte
Amt: Stavenhagen
Höhe: 42 m ü. NHN
Fläche: 29,69 km2
Einwohner: 508 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 17 Einwohner je km2
Postleitzahl: 17091
Vorwahl: 039602
Kfz-Kennzeichen: MSE, AT, DM, MC, MST, MÜR, NZ, RM, WRN
Gemeindeschlüssel: 13 0 71 102
Gemeindegliederung: 6 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Schloss 1
17153 Stavenhagen
Bürgermeister: Johannes Krömer
Lage der Gemeinde Mölln im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte
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Über dieses Bild

Mölln ist eine Gemeinde im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern. Sie liegt nordwestlich von Neubrandenburg und gehört dem Amt Stavenhagen an, das seinen Verwaltungssitz in der Reuterstadt Stavenhagen hat.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mölln liegt rund 18 Kilometer südöstlich von Stavenhagen und zehn Kilometer nordwestlich von Neubrandenburg. Die Bundesstraße 104 und die Bahnstrecke Bützow–Szczecin durchqueren die Gemeinde. Das Dorf Mölln erhielt bereits 1864 eine Bahnstation mit Bahnhofsgebäude und Güterabfertigung. Das Gebäude und die Stellwerke sind unter Denkmalschutz gestellt. Die Bahnstation ist noch heute in Betrieb. Auf dem Gemeindegebiet befindet sich der Möllner See.

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mölln
  • Buchholz
  • Klein Helle
  • Groß Helle
  • Wrodow
  • Lüdershof

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mölln wurde von den Slawen gegründet. Noch heute ist am nördlichen Dorfrand eine verlandete Inselburg aus dem 7. bis 13. Jahrhundert zu erkennen. Die urkundliche Ersterwähnung des Dorfes erfolgte 1316.
Das Dorf Mölln ist ein ehemaliges Gutsdorf, dessen Grundstruktur noch gegenwärtig in der Dorfanlage ablesbar ist. Von der Gutshofanlage ist nur noch das ehemalige Gutshaus erhalten geblieben. Das denkmalgeschützte zweigeschossige Gebäude wird nach Leerstand und Sanierung als Bürgerhaus genutzt. Das Dorf wird heute von der Altsubstanz der Katenzelle des Gutes und der Dorfkirche geprägt.

Groß Helle fand 1363 erste urkundliche Erwähnung. Das Gut befand sich im Besitz der Familien von Maltzan (ab 1501), ab 1656 von Joachim Engel, ab 1751 von Gotthard Karl Friedrich von Peccatel auf Wrodow, ab 1785 wieder von Maltzan, ab 1802 Carl David Heinrich Lüders und von 1816 bis 1945 von Flügge. Nach 1945 fand eine Aufsiedlung statt. Das zweigeschossige Gutshaus vom Anfang des 18. Jahrhunderts wurde im 19. Jahrhundert klassizistisch umgebaut. Es war nach 1945 Kindergarten, Wohn- und Kulturhaus; es wurde bis 2013 als Wohn- und Ferienhaus saniert.

Klein Helle: Das Gut bzw. einzelne Höfe gehörte u. a. im 14. Jahrhundert den Familien Muggesfeld, im 15. Jahrhundert von Maltzan, von Voß, von Woosten und von Parsow und im 17. Jahrhundert von von Voß, die dann das ganze Dorf besaßen. Es folgten die Familien von Schuckmann (ab 1759), von Zülow (ab 1789), von Ferber (1812–1871) und der Fabrikant Carl Schwanitz (ab 1898), der das Gutshaus zum Herrenhaus erweiterte und dem Ort das einheitliche Erscheinungsbild gab. Nach 1945 war hier die Schule und später bis 2003 ein Kinderheim. Der Landschaftspark mit einem kleinen See wurde Ende des 18. Jahrhunderts angelegt und um 1900 umgestaltet.[2]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch Liste der Baudenkmale in Mölln (Mecklenburg)

  • Schloss Wrodow
  • Gutshaus (Herrenhaus) Klein Helle, eine differenzierte zweigeschossige Anlage mit einem fünfgeschossigen Turm, bestand zu einem Teil seit der Mitte des 18. Jahrhunderts und wurde um 1900 erheblich an- und umgebaut.
  • Zweigeschossiges, 15-achsiges Gutshaus (Herrenhaus) Groß Helle vom 18. und 19. Jahrhundert; seit 2013 Ferienanlage.
  • Slawische Inselburg: Die Anlage befindet sich am Ortseingang Mölln, von Klein Helle kommend auf der rechten Seite mitten im freien Feld am Möllner See liegend.
Schon von weitem kann man eine Art planiertes Burgplateau erkennen, welches noch bis zu drei Meter hoch ist. Die typischen Wallzüge dieser Slawenburg sind infolge jahrelanger Ackerbewirtschaftung nicht mehr eindeutig zu erkennen. Die Inselburg wurde im 7. Jahrhundert errichtet und existierte bis ans Ende der Slawenzeit im 13. Jahrhundert. Ausgrabungen durch den Archäologen Volker Schmidt führten zu seiner Annahme, dass diese Inselburg aus einer kleinen Vor- sowie einer großen Hauptburg bestand. Er vermutet weiter, dass hier ein Fürst des Slawenstammes der Tollenser ansässig gewesen sein könnte, begründet durch die reichlichen Funde vor Ort. Die Anlage lag in der Slawenzeit in einem flachen See, der heute sehr stark verlandet ist.[3]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Friedrich Freiherr von Schuckmann (* 25. Dezember 1755 in Mölln, † 17. September 1834 in Berlin), königlich preußischer Staatsminister (Innenminister) und Mitglied des Preußischen Staatsrates
  • Wilhelm von Flügge (* 17. April 1825 in Groß Helle, † 16. Juni 1898 in Speck, Pommern), Mitglied des Reichstags von 1874 bis 1893 als Vertreter des Wahlbezirks Naugard - Negenwalde
  • Heinrich Rathke (* 12. Dezember 1928 in Mölln), lutherischer Theologe und Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mölln (Mecklenburg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2015 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gutshäuser.de: Gutshaus (Herrenhaus, Schloss) Klein Helle
  3. Georg Christian Friedrich Lisch: Die Burg und das Land Gotebant. In: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde 1860, Aufsatz 11. Bd. 25, S. 268–281 (Digitalisat)