César de Bus

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Der Ordensgründer Seliger César de Bus

César de Bus (* 3. Februar 1544 in Cavaillon; † 15. April 1607 in Avignon) war ein katholischer Priester und ist ein Seliger der römisch-katholischen Kirche.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Alter von 18 Jahren trat César de Bus in die königliche Armee ein und beteiligte sich an den Hugenottenkriegen. Wegen einer schweren Krankheit konnte er jedoch nicht an der Belagerung von La Rochelle (1573) teilnehmen. Daraufhin führte er drei Jahre in Paris ein weltliches Leben, ehe er in einem Kloster nahe Avignon um Aufnahme bat, wo er sich fortan der Krankenpflege widmete. 1582 empfing er das Sakrament der Priesterweihe und erhielt bald darauf die Ernennung zum Kanoniker an der Hauptkirche von Avignon.

1592 gründete er die Kongregation der Priester der Christlichen Lehre, die unter dem Namen Doktrinarier bekannt wurde. César de Bus starb am 15. April 1607 in Avignon, wo er auch beigesetzt wurde. Seine Gebeine wurden 1924 in die Kirche Santa Maria in Monticelli in Rom überführt, da es die Doktrinarier in Frankreich seit der Französischen Revolution nicht mehr gibt. Papst Pius VII. erhob ihn 1821 zum Ehrwürdigen Diener Gottes, und Paul VI. sprach ihn am 27. April 1975 selig.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Adrien Baillet: Les vies des Saints, Bd. 3. Gissey, Paris 1739, S. 617.
  • Johann Nepomuk Brischar: Doctrinarier. In: Heinrich Joseph Wetzer, Benedikt Welte: Kirchenlexikon oder Encyklopädie der katholischen Kirche und ihrer Hülfswissenschaften, Bd. 2. Herder, Freiburg/B. 1873.
  • Max Heimbucher: Die Orden und Kongregationen der katholischen Kirche, Bd. 2. Schöningh, Paderborn 1897, S. 338.
  • Jacques Vestier: La vie de B. Pere César de Bus, fondateur de la congregation de la doctrine chretienne en France. Boude, Toulouse 1701.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]