Cölestiner

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Cölestiner in Ordenstracht, 1755

Die Cölestiner oder Zölestiner bildeten einen Orden innerhalb der römisch-katholischen Kirche, den Ordo Sancti Benedicti Coelestinensis, Ordenskürzel: OSBCoel, auch: Congregatio Coelestinensis.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entstanden ist der Orden im Jahr 1244 als eine Unterabteilung des Benediktinerordens, aus dem auch der Begründer des Ordens, Pietro del Morrone, der spätere Papst Coelestin V., stammt. Dieser beschloss, ein Leben als Einsiedler in den Abruzzen auf dem Berg Morrone bei Sulmona zu führen. Einige Gleichgesinnte folgten ihm und bildeten dort eine geistliche Gemeinschaft, die 1263 durch Papst Urban IV. anerkannt und den Benediktinern inkorporiert wurde. Durch die große Popularität des späteren Papstes erhielt der Orden anfangs größeren Zulauf; Klöster entstanden vorwiegend im Königreich Sizilien. Ab 1300 förderte Philipp der Schöne in seiner Auseinandersetzung mit Bonifaz VIII. die Cölestiner in Frankreich. Von dort aus wurden Niederlassungen des Ordens in den Niederlanden und in Böhmen, z. B. auf dem Berg Oybin im Jahre 1366, gegründet. 500 Jahre später, im Jahr 1785, schloss das letzte Cölestinerkloster seine Pforten.

Im 17. Jahrhundert entstand auch der Frauenorden der Cölestinerinnen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein bedeutender Inquisitor aus den Reihen der Cölestiner war Petrus Zwicker († 1403).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Joachim Göbbels: Cölestiner. I.C. (Damianisten). In: Lexikon des Mittelalters (LexMA). Band 3, Artemis & Winkler, München/Zürich 1986, ISBN 3-7608-8903-4, Sp. 9–11.
  • Karl Borchardt: Die Cölestiner. Eine Mönchsgemeinschaft des späten Mittelalters. Matthiesen Verlag, Husum 2006 (Historische Studien 488), ISBN 978-3-7868-1488-7

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Celestine order – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien