Captain Berlin

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Captain Berlin ist ein vom Autor und Regisseur Jörg Buttgereit erdachter Westberliner Superheld. Sein Debüt hatte Captain Berlin bereits 1982 in einem selbstproduzierten Kurzfilm. Seit 2013 erscheint Captain Berlin als Comicreihe im Verlag Weissblech Comics.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorgeschichte

Bereits als Jugendlicher drehte Jörg Buttgereit (* 1963) im West-Berlin der frühen Achtzigerjahre erste Horror- und Monsterfilme im Super-8-Filmformat, darunter auch den bewusst trashig gehaltenen Kurzfilm Captain Berlin – Retter der Welt mit Bela B. Felsenheimer. In dem elfminütigen Streifen von 1982 entführt der roboterhafte Schurke und Erzfeind Mister Synth Captain Berlins heimliche Liebe Miss Priscilla.[1] Im Jahr 1984 folgte das Super-8-Sequel Captain Berlin gegen Hyxar.

Hörspiel und Theaterstück

Der Westberliner Superheld mutiert nach der Jahrtausendwende zum Hörspielprotagonisten. Für den WDR schreibt Jörg Buttgereit 2006 das Hörspiel Captain Berlin vs. Dracula. Aus dem Hörspiel wird 2009 das Theaterstück Captain Berlin vs. Hitler, das am Hebbel-Theater (HAU1) in Berlin seine Premiere feiert. Für den DVD-Mitschnitt des Theaterstücks zeichnete Rainer F. Engel in Zusammenarbeit mit Levin Kurio als Zugabe den Comic Operation Untergang.[2] Aus dem Superhelden Captain Berlin wurde damit erstmals auch ein Comicheld.

Captain Berlin als Comicheld

Im Jahr 2013 kam es dann zur Erstausgabe eines regulären Heftes im Verlag Weissblech Comics, Captain Berlin ist seitdem Teil des WC-Universums. Neben der bereits vorliegenden Geschichte Operation Untergang wurde eine neue, Captain Berlin vs. Fukuda, hinzugefügt.

Captain Berlin hat ebenso wie seine Vorläufer Superman und Spiderman eine unscheinbare Alltagsidentität und heißt mit bürgerlichem Namen Fritz Neumann. CB's Gegenspieler sind oft reale Diktatoren aus der Geschichte wie Adolf Hitler, Nordkoreas Kim Jong-il und Erich Honecker, aber auch Fantasiegestalten wie Mister Synth und Ilse von Blitzen. Die Geschichten sind in ihrer Handlung und den Dialogen bewusst trashig und humorvoll gehalten (vergleichbar mit dem Radioaktive Man der Simpsons), und parodieren damit vor allem den Stil der amerikanischen Superheldencomics der Sechziger Jahre.

Comichefte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2013: Captain Berlin #1: mit den Geschichten „Operation Untergang“ und „Captain Berlin vs. Fukuda“ (Buttgereit, Levin Kurio, Rainer F. Engel, Marte Kurio, Martin Trafford)[3]
  • 2014: Captain Berlin #2: „Captain Berlin muss sterben“ und „Captain Berlin und der Elefantenmensch (Teil 1)“ (Buttgereit, Fufu Frauenwahl, Levin Kurio, Marte Kurio, Martin Trafford)
  • 2015: Captain Berlin #3: „Captain Berlin und der unglaubliche Elefantenmensch (Teil 2)“ und „Ist Captain Berlin tot?“ (Buttgereit, Levin Kurio, Marte Kurio, The LEP, Martin Trafford)
  • 2015: Captain Berlin #4: „Captain Berlin in Hiroshima“ und „In der Pyramide der Morgenröte“ (Buttgereit, Levin Kurio, Rainer F. Engel)
  • 2016: Captain Berlin #5: „Captain Berlin in Nord-Korea“ (Buttgereit, Levin Kurio, Geier)
  • 2016: Captain Berlin #6: „Genosse Berlin greift an“ (Buttgereit, Levin Kurio, Rainer F. Engel)
  • 2017: Captain Berlin #7: „Captain Berlin gegen den horriblen VHS-Mann“ sowie „Auf der Spur der East-Side-Zombies“ (Achtseiter, bereits erschienen in U-Comix #195) (Buttgereit, Rainer F. Engel, Levin u. Marte Kurio, Steff Murschetz)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Captain Berlin – Retter der Welt, Filmübersicht auf www.joergbuttgereit.com.
  2. Die Schmuddelkiste als Schatzkammer In: Der Tagesspiegel vom 13. Mai 2014.
  3. CAPTAIN BERLIN # 1 auf weissblechcomics.com