Carl Strobel

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Carl Strobel

Carl Strobel (* 1. April 1895 in Kieritzsch; † unbekannt) war ein deutscher Politiker (NSDAP) und SA-Führer.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Strobel besuchte von 1901 bis 1912 die Volksschule und ein Realgymnasium. Anschließend absolvierte er bis 1914 eine kaufmännische Lehre und von 1914 bis 1918 diente er als Soldat im Ersten Weltkrieg, zuletzt im Rang eines Gefreiten. Von 1919 bis 1921 war er mit Alexander von Wrangell in der Baltischen Landeswehr. Ab 1922 arbeitete er bis 1936 als kaufmännischer Angestellter.

Strobel war ab dem 15. September 1935 bis zum 28. Februar 1939 Führer der SA-Standarte 106 in Leipzig, ab dem 9. November 1936 im Rang eines SA-Standartenführers. Im Jahr 1937 wurde er als hauptamtlicher SA-Führer übernommen. Im April 1938 stellte er sich zur Reichstagswahl auf, zog aber nicht in den nationalsozialistischen Reichstag ein. Am 1. März 1939 wurde er Führer der SA-Standarte 100 der SA-Gruppe Sachsen. Er meldete sich zu Kriegsbeginn 1939 als Freiwilliger und war Oberleutnant der Reserve in einer schweren Artillerie-Abteilung. Nach dem Tod des Reichstagsmitglieds Kurt Weisflog rückte Strobel für ihn in den Reichstag nach. Diesem gehörte er ab dem 20. Oktober 1942 bis zum Ende des NS-Staates an. Am 9. November 1942 wurde er zum SA-Oberführer ernannt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Joachim Lilla, Martin Döring, Andreas Schulz: Statisten in Uniform: Die Mitglieder des Reichstags 1933–1945. Ein biographisches Handbuch. Unter Einbeziehung der völkischen und nationalsozialistischen Reichstagsabgeordneten ab Mai 1924. Droste, Düsseldorf 2004, ISBN 3-7700-5254-4.
  • Erich Stockhorst: 5000 Köpfe. Wer war was im 3. Reich. Arndt, Kiel 2000, ISBN 3-88741-116-1 (Unveränderter Nachdruck der ersten Auflage von 1967).
  • E. Kienast (Hg.): Der Großdeutsche Reichstag 1938, IV. Wahlperiode, R. v. Decker´s Verlag, G. Schenck, Ausgabe Juni 1943, Berlin