Charlottenburger

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fremde Freiheitsbrüder mit Charlottenburger
Charlottenburger vom Fremden Freiheitsschacht

Der Charlottenburger, auch Charlie oder Berliner genannt, ist ein bedrucktes Tuch, in das der Wandergeselle sein Hab und Gut einwickelt.

Beschaffenheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es hat etwa die Größe von 80 cm × 80 cm, kann aber auch etwas größer sein.[1] Auch das fertig geschnürte Bündel wird Charlie genannt. Durch die Mitte des kunstvoll geschnürten Bündels geht eine Wasserwaage oder der Steg einer Gestellsäge, an deren Ende die Trageriemen befestigt werden.

Bezeichnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name hat angeblich den Ursprung in der preußischen Stadt Charlottenburg (seit 1920 Teil von Berlin). Dort wurden die Gesellen mit dem üblichen Felleisen nicht eingelassen, da sich Läuse und anderes Ungeziefer gut darin halten konnten.[2] Wegen der Charlottenburger Regel wurde es üblich, die Habseligkeiten in Tüchern anstatt mit dem Rucksack zu transportieren.

Weitere Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Charlottenburger bezeichnet in Berlin auch eine gebräuchliche Schnäuzmethode bei Sportlern, Bauarbeitern oder anderen Personen, die ihr Nasensekret einfach auf den Boden entlassen.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Berufsbekleidung die erfolgreich macht: Lexikon
  2. siehe unter Charlottenburger
  3. Charlottenburger auf der privaten Homepage Sprachnudel.