Chef der Armee

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Chef der Armee (CdA; französisch Chef de l’Armée, italienisch Capo dell’esercito) ist die auf Anfang 2004 neu geschaffene Funktion für den obersten Kommandanten der Schweizer Armee in Friedenszeiten. Der CdA wird vom Bundesrat gewählt.

Nur in Kriegszeiten gibt es einen Oberbefehlshaber im Range eines Generals. Dieser wird im Aktivdienst vom Parlament (Vereinigte Bundesversammlung) auf Vorschlag des Bundesrates gewählt und verliert seine Funktion nach dem Krieg wieder, nicht aber seinen Grad.

Der Chef der Armee ist im Range eines Korpskommandanten. Der Chef der Armee führt den Departementsbereich Verteidigung des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS).

Bis zum 31. Dezember 2003 gab es formell keinen Armeechef. Die Funktion eines primus inter pares in der Kommission für Militärische Landesverteidigung, der alle Kommandanten Grosser Verbände (Heereseinheiten und Brigaden) angehörten, wurde durch den Generalstabschef wahrgenommen. Dieser verfügte über die Befehlsgewalt für alle im Dienst stehenden Truppen. Der erste Chef der Armee, Christophe Keckeis, war auch der letzte Generalstabschef der Schweizer Armee.

Am 16. September 2016 ernannte der Bundesrat den Infanterie-Offizier Philippe Rebord per 1. Januar 2017 zum Chef der Armee. Rebord war bereits seit April 2016 stellvertretender Armeechef.[1]

Chefs der Armee[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name Zeit Portrait
Philippe Rebord Seit 1. Januar 2017  
André Blattmann 1. März 2009 (interimistisch seit 21. Juli 2008) – 31. Dezember 2016. Andre Blattmann July 2015.jpg
Roland Nef 1. Januar 2008 – 21. Juli (Suspendierung) bzw. 25. Juli (Rücktritt) 2008.  
Christophe Keckeis 1. Januar 2004 – 31. Dezember 2007  

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der Bundesrat: Der Bundesrat ernennt Philippe Rebord zum neuen Chef der Armee. Abgerufen am 15. Februar 2017 (deutsch).