Chillida-Leku-Museum

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Das Museumsgebäude

Das Chillida-Leku-Museum ist dem Gedenken des im Jahr 2002 verstorbenen spanischen Bildhauers Eduardo Chillida gewidmet. Es befindet sich in Hernani in der Provinz Guipúzcoa. Chillida ist in Deutschland durch seine Skulptur vor dem Bundeskanzleramt in Berlin einer breiten Öffentlichkeit bekannt geworden.

Das Museum besteht aus dem Museumsgebäude und einem Skulpturenpark von 12 Hektar.[1] Es wurde Ende 2010 nach 10 Jahren aufgrund finanzieller Probleme infolge der Finanzkrise für die Öffentlichkeit geschlossen.[2] Für Fachbesucher steht es jedoch weiterhin offen und auch die konservatorische Betreuung der Sammlung und der Leihverkehr der Werke für externe museale Ausstellungen wird fortgesetzt.[3]

Skulpturenpark[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Skulpturenpark wird die Unterschiedlichkeit der Stilrichtungen von Chillida deutlich. Es sind insgesamt 40 Skulpturen, deren Höhe von einem Meter bei der Skulptur Éstella V bis zur 27 Tonnen schweren und 9 Meter hohen Buscando la luz oder der 60 Tonnen schweren Lotura XXXII reicht. Die verwendeten Materialien der Skulpturen variieren von Cortenstahl und Stein, überwiegend einem rosafarbenen Granit. Der Künstler arbeitete auch viel in Beton.

Museumsgebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Museumsgebäude, das bereits zu Lebzeiten des Künstlers eröffnet wurde, befanden sich kleinere Bildhauerarbeiten des Künstlers, die aus unterschiedlichen Materialien bestehen wie Alabaster, Terracotta, Gips und Holz. Es waren auch Zeichnungen ausgestellt.

Das Museum ist in einem ehemaligen Bauernhaus aus dem Jahr 1543, genannt Zabalaga, untergebracht, das Chillida und seine Frau als Ruine entdeckten, 1983 kauften und mit Hilfe von Architekten restaurierten.[1] Chillida hatte alternativ vorgehabt, Chillida-Leku zu einem Rastplatz und einem Wandergebiet mit seinen Skulpturen zu machen.

Ausgestellte Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Peine del Viento XIX
  • Redondo alrededor I (1955)
  • Ikaraundi (1957)
  • Proyecto para un monumento (1969)
  • Homenaje a Jorge Guillén I – Beton (1981)
  • Elogio del Horizonte I – Studie (1985)
  • Monumento a la Tolerancia (1985)
  • Homenaje a Luca Paccioli (1986)
  • Locmariaquer IX (1989)
  • Homenaje a Balenciaga (1990)
  • Peine del Viento XVII (1990)
  • Peine del Viento XIX (1990)
  • Harri I – Granit (1991)
  • Harri II – Granit (1991)
  • Beaulieu (1991)
  • Gora-Bera III (1991)
  • La profundo es el Aire XIV (1991)
  • Arco de la Libertad (1993)
  • Escuchando la Piedra IV – Granit (1996)
  • Besarkada XIV (1997)
  • Buscando la Luz I (1997)
  • Lotura XXXII (1998)

Fotogalerie des Skulpturenparks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Museum Chillida-Leku – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b La crisis acaba con la “utopía” de Chillida Leku. El País vom 1. Dezember 2010 (spanisch, abgerufen am 9. Mai 2011).
  2. Los últimos visitantes del Chillida-Leku. El País vom 31. Dezember 2010 (spanisch, abgerufen am 9. Mai 2011).
  3. vgl. Webseite des Museums: Home, General Information. (englisch und spanisch, abgerufen am 16. Januar 2016).

Koordinaten: 43° 16′ 43,3″ N, 1° 59′ 55,4″ W