Chimes

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Dieser Artikel behandelt das Musikinstrument. Zum britischen Schlagzeuger siehe Terry Chimes.
Chimes

Chimes (englisch), auch mark tree oder chime tree, ist ein Perkussionsinstrument, das aus einer Anzahl verschieden langer (meistens unter 25 cm) Klangstäbe aus Metall besteht. Diese sind eng nebeneinander hängend an einem Träger angebracht und werden zur Erzielung eines „einleitenden“ Klangeffekts vom höchsten zum tiefsten Stab (auch umgekehrt) in einem Zug mit einem Schlägel oder den Fingernägeln angeschlagen. Der eigentliche Ton entsteht dabei durch das Aneinanderschlagen der jeweils benachbarten Metallstäbe. Sie erzeugen so einen absteigenden Klang ähnlich dem Glissando einer Harfe, über deren Saiten man von oben nach unten fährt, aber mit einer metallischen Klangfarbe.

Es gibt auch Chimes aus Holz, Bambus, Muscheln oder Glas, die dann entsprechend bezeichnet werden. Als „Chimes“ werden im Englischen manchmal auch Röhrenglocken oder Glockenspiel bezeichnet.

Die Chimes, auch mark tree, wurden in den späten 1960er Jahren vom Studioperkussionisten Mark Stevens erfunden und sind nach ihm benannt.

Ihr wichtigstes Einsatzgebiet haben die Chimes in Musicals, Jazz und in Pop-Balladen, aber auch in orchestraler Filmmusik des 20. und 21. Jahrhunderts (häufig z.B. bei Disney). Der metallische Klang des Instrumentes wird hierbei häufig zur Darstellung eines „zauberhaften“ oder auch „magischen“ Klangeindrucks eingesetzt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Chimes – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien