China Railways

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Schienennetz der Chinesischen Staatsbahn (2010)

China Railways (Abkürzung: CR,[1][2] chinesisch 中国铁路 (Zhōngguó Tiělù)) heißt das staatliche Eisenbahnunternehmen der Volksrepublik China.

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Teile dieses Abschnitts scheinen seit 2013 (?) nicht mehr aktuell zu sein: Das Eisenbahnministerium wurde vor ein paar Jahren (ich glaube 2013) aufgelöst.
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Die Chinesische Staatsbahn existiert seit Gründung der Volksrepublik 1949 und ist dem chinesischen Eisenbahnministerium untergeordnet, daher in hohem Maße politischem Einfluss ausgesetzt. Beispielsweise werden alle Preise von der chinesischen Zentralregierung und dem Eisenbahnministerium festgelegt, weshalb die CR selbst keinen Einfluss darauf hat. Die CR, mit Hauptsitz in Peking, betreibt mithilfe kleinerer Bahnunternehmen Personen- und Güterverkehr.

Eine Tochtergesellschaft der CR ist die China Railway Express (CRE). Sie übernimmt die Aufgaben der Automobillogistik, also den Transport von Autos auf der Schiene.

2007 gründete die CR, mit Beteiligung der DB, einer französischen und einer israelischen Firma, eine Firma für Containerverkehr (China United International Rail Containers), wobei die ausländischen Firmen unter anderem Investitionen zum Bau von 18 Güterbahnhöfen tätigen.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das rund 80.000 Kilometer lange Schienennetz besteht großenteils aus Gleisen mit Normalspur, aber auch ältere Meterspur- und schmalere Strecken sind noch vorhanden. Die Signalanlagen bestehen aus verschiedenen Systemen und stehen meistens links vom Gleis, da der chinesische Bahnverkehr im Linksbetrieb abgewickelt wird. Die Lichtsignale ähneln den osteuropäischen Hl-Signalen, jedoch ohne Geschwindigkeitsangaben, die Formsignale haben ihren Ursprung in Großbritannien.[3]

Bis in die 1980er Jahre wurden Dampflokomotiven hergestellt, im Jahr 2003 zog die Staatsbahn ihre letzten aus dem planmäßigen Verkehr. In den 1970er Jahren wurde verstärkt die Diesellokomotive eingeführt. Elektrolokomotiven wurden ab den 1960er Jahren eingesetzt, jedoch fanden die meisten Streckenelektrifizierungen erst in den 1990er Jahren und später statt.

Güterverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Güterverkehr, der über zwei Drittel des gesamten Verkehrsaufkommens ausmacht, besteht zum größten Teil aus Kohletransporten, dahinter rangieren Stahl, Erz und landwirtschaftliche Erzeugnisse. Im Gegensatz dazu ist der Stellenwert des Containerverkehrs sehr gering. Gründe dafür sind einerseits die kurzen Transportwege entlang der meistfrequentierten Ostküste, wo LKWs und Binnenschiffe deutlich bevorzugt werden, und andererseits hohe Preise, schlechter Service, weiterhin fehlende elektronische Nachverfolgung (Tracking & Tracing) und die geringe Produktivität der CR.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zhenhua Chen, Kingsley E. Haynes: Chinese Railways in the Era of High-Speed. Emerald Group, Bingley 2015, ISBN 978-1-78441-985-1.
  2. Brian Hollingsworth, Arthur F. Cook: Das Handbuch der Lokomotiven, Weltbild Verlag, Augsburg 1996, ISBN 3-86047-138-4.
  3. http://www.sh1.org/zhongguo/s.htm chinesische Eisenbahnsignale auf sh1.org
  4. Publikation der Berufsakademie Lörrach: Schienengüterverkehr in China PDF-Datei 2,4MB