Christ-König-Kirche (Bochum)

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Christ-König-Kirche

Die Christ-König-Kirche ist ein katholisches Kirchengebäude in der südlichen Innenstadt Bochums.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebäude wurde von 1931 bis 1932 am Steinring als Kirche des Franziskanerklosters errichtet. Ihr erster Pfarrer wurde der Franziskanerpater Romanus Bange, Domprediger aus Paderborn. Architekt des Gebäudes war der Düsseldorfer Architekt Franz Schneider. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche bis auf die Grundmauern völlig zerstört.

1946 wurde der Turm um 4 m erhöht. Erst 1957 konnte der neue Grundstein eingeweiht werden und die Kirche in ihrer heutigen Gestalt wieder eröffnet werden. Den unter Glas gemalten Kreuzweg, der seit Umbauarbeiten in der Kirche von hinten beleuchtet werden kann, gestaltete der Künstler Claus Kilian.

Bis zum Sommer 1998 wurde die Pfarrei von Franziskanern betreut und geleitet. Das Kloster wurde mangels Ordensnachwuchses geschlossen und zum Pfarrhaus mit Pfarrbüro und Mietwohnungen umgebaut.

Der zukünftige Erhalt der Kirche ist ungewiss. Bischof Felix Genn teilte im Bischofswort vom 14./15. Januar 2006 mit:

„Die Katholiken der heutigen Pfarrgemeinde Christ-König sollen zusammen mit denen aus der heutigen St. Joseph-Gemeinde und der Propsteigemeinde eine gemeinsame Gemeinde bilden. Trotz des Protestes und zahlreicher Bedenken aus der Gemeinde Christ-König, die ich auf dem Hintergrund der Geschichte der Gemeinde zum Teil auch gut nachvollziehen kann, bin ich bei dieser Planung geblieben. Die Zahl der Gemeinden bzw. der Kirchen in der Pfarrei würde sonst zu groß und wäre weder finanzierbar noch personell verantwortbar. Außerdem sind von Christ-König aus die Kirchen St. Peter und Paul, St. Meinolphus und Liebfrauen gut erreichbar. Dennoch ist mir wichtig, dass die Anliegen der Gemeinde im Zuge der Errichtung der Pfarrei im Blick behalten werden. So ist es möglicherweise sinnvoll, wegen der relativ wenigen Versammlungsräume in der großen Innenstadtgemeinde St. Peter und Paul in Christ-König bestimmte Räumlichkeiten zu erhalten.“

Als Zeichen des Protestes hingen seit dem Bischofswort schwarze Flaggen in und an der Kirche. Zum 75. Jahrestag der Kirchweihe wurden diese entfernt. Denn ein Hoffnungsschimmer für den Erhalt der Kirche wurde sichtbar. Die endgültige Entscheidung wird die Großpfarrei St. Peter und Paul treffen, wie das Gemeindeleben in Christ-König zu erhalten ist. Dies teilte Bischof Genn im Rahmen der Visitation im März 2007 mit, denn er möchte nicht bischöflich entscheiden.

Seit dem 1. September 2008 ist sie „weitere Kirche“ innerhalb der Pfarrei St. Peter und Paul. Im Rahmen der Kulturhauptstadt 2010 wird die Christ-König-Kirche „Kulturtankstelle“ des Bistums Essen. Bis dahin wird sie von vielen Ausstellern genutzt. Bis Ende 2009 wurden regelmäßige Sonntagsgottesdienste gefeiert. Der neue Bischof Franz-Josef Overbeck genehmigte zum 1. Januar 2010 die Nutzung als Kunstkirche und die vorübergehende Außerdienststellung für ein Jahr, mit den Auflagen, dass das Allerheiligste und der Tabernakel aus der Kirche entfernt werden müssen, sowie das Verbot der Sonntagsmesse.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Claus Kilian, Hans-Walter Nörtersheuser: Einen Kreuzweg erarbeiten. Freiburg im Breisgau 2001.
  • Katholische Kirchengemeinde Christ-König Bochum (Hrsg.): Du, Herr, hast uns gerufen. Christ-König, Bochum - 75 Jahre - Lebendige Gemeinde 1932-2007. Bochum 2007.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Christ-König-Kirche (Bochum) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 51° 28′ 29″ N, 7° 13′ 52,5″ O