Christian Gross

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Christian Gross
Christian-gross retouched.jpg
Personalia
Geburtstag 14. August 1954
Geburtsort ZürichSchweiz
Position Mittelfeld
Junioren
Jahre Station
0000–1967 SV Höngg
1967–1972 Grasshopper Club Zürich
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1972–1976 Grasshopper Club Zürich 63 0(2)
1976–1978 Lausanne-Sports 52 0(8)
1978–1980 Neuchâtel Xamax 50 0(3)
1980–1981 VfL Bochum 29 0(4)
1981–1985 FC St. Gallen 109 (11)
1985–1987 FC Lugano
1987–1988 Yverdon-Sport 0000(1)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1978 Schweiz 1 (0)
Stationen als Trainer
Jahre Station
1988–1993 FC Wil
1993–1997 Grasshopper Club Zürich
1997–1998 Tottenham Hotspur
1999–2009 FC Basel
2009–2010 VfB Stuttgart
2011–2012 BSC Young Boys
2014–2017 al-Ahli
2018– Zamalek SC
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Christian Gross [groːs] (* 14. August 1954 in Zürich) ist ein Schweizer Fussballtrainer und ehemaliger Fussballspieler.

Als Trainer gewann er mit dem Grasshopper Club Zürich und dem FC Basel zwischen 1994 und 2008 insgesamt acht Meisterschaften und fünfmal den Schweizer Cup. Gross, der auch beim VfB Stuttgart, Tottenham Hotspur und BSC Young Boys tätig war, gewann zuletzt 2016 mit Al-Ahli SFC die Meisterschaft von Saudi-Arabien.

Karriere als Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gross, Sohn eines Polizisten, begann seine Spielerkarriere beim Grasshopper Club Zürich, den er 1975 verliess. Nach drei Jahren bei Lausanne-Sports und zwei Saisons im Trikot von Neuchâtel Xamax wechselte er 1980 in die deutsche Bundesliga zum VfL Bochum. Für die Bochumer bestritt Gross 29 Bundesligaspiele, in denen er vier Treffer erzielte. Er kehrte in die Schweiz zurück und spielte noch in vier Spielzeiten für den FC St. Gallen und in drei Spielzeiten für den FC Lugano. Gross absolvierte ein Länderspiel für die Schweiz.

Karriere als Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1988 ging Gross zum FC Wil, bei dem er als Spielertrainer in der vierthöchsten Spielklasse, der 2. Liga, wirkte. In seiner Amtszeit (1988 bis 1993) stiegen die Wiler mit Gross in einem Zug über die 1. Liga in die Nationalliga B (heute: Challenge League) auf.

Grasshopper Club Zürich und Tottenham[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1993 wechselte Gross zum Grasshopper Club Zürich, mit dem er zweimal Meister wurde (1995 und 1996) und sich zweimal für die Champions League qualifizierte. Am 24. November 1997 wurde er Trainer der damals abstiegsbedrohten Tottenham Hotspur in London. Obwohl er Tottenham mit nur einer Niederlage in den letzten neun Ligaspielen vor dem Abstieg bewahrt hatte, wurde er in der folgenden Saison nach drei Partien entlassen.

FC Basel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gross war vom 1. Juli 1999 bis Ende der Saison 2008/09 Trainer des FC Basel,[1] den er in drei Jahren zum ersten Meistertitel seit 1980 führte. Zuvor war der FC Basel unter Gross in das Finale des UI-Cups eingezogen. 2002 und 2008 qualifizierte sich Gross mit dem FC Basel für die Champions League. 2004, 2005 und 2008 gewann der FC Basel den zweiten, dritten und vierten Meistertitel unter Gross. 2002, 2003, 2007 und 2008 gewann er mit dem FCB den Schweizer Cup (Swisscom Cup).

Der FC Basel und Gross lösten ihren Vertrag zum Ende der Saison 2008/09 auf.[2]

VfB Stuttgart[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 6. Dezember 2009 wurde Gross Trainer des VfB Stuttgart,[3] bei dem er einen bis Juni 2011 befristeten Vertrag unterzeichnete; er ersetzte Markus Babbel. Gross konnte den sich zu diesem Zeitpunkt der Übernahme des Traineramtes auf Platz 15 befindenden VfB stabilisieren und bis Ende der Saison 2009/10 auf den sechsten Tabellenplatz zurückführen – der Verein qualifizierte sich dadurch für die UEFA Europa League. Gross hatte in dieser Saison mit 2,26 Punkten pro Spiel den besten Punkteschnitt aller Bundesligatrainer. Nach einem enttäuschenden Start in die Saison 2010/11 – sechs Niederlagen in sieben Spielen und letzter Tabellenplatz – wurde er am 13. Oktober 2010 von seinen Aufgaben als Trainer des VfB Stuttgart freigestellt.[4] Nachfolger wurde sein bisheriger Assistenztrainer Jens Keller.

BSC Young Boys[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Sommerpause 2011 verpflichtete der Berner Sport Club Young Boys Gross als Nachfolger für Vladimir Petković für die Saison 2011/12.[5] Am 29. April 2012 wurde er entlassen, nachdem in den vorangegangenen neun Ligapartien lediglich vier Punkte gewonnen wurden.[6]

Al-Ahli SFC[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom Juli 2014 an war Gross für zwei Jahre als Nachfolger des Portugiesen Vítor Pereira Trainer beim Al-Ahli SFC in der saudi-arabischen Hafenstadt Dschidda. Mit dem Verein gewann er 2015 den Kronprinzenpokal sowie 2016 den Pokal des Königs und die Landesmeisterschaft. Persönlich wurde ihm die Ehre des Trainers des Jahres von 2015 zuteil. Mitte 2016 folgte ihm mit José Manuel Gomes ein weiterer Portugiese im Amt nach. Nach dessen Entlassung übernahm Gross im November 2016 erneut das Traineramt.[7] Trotz erneuten Erfolgen - unter anderem die Qualifikation für den Viertelfinal der arabischen Champions League[8] - legte Gross sein Amt auf Ende Saison nieder, da er sich mit dem Klub auf keine Vertragsverlängerung einigen konnte.[9]

Zamalek SC[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im April 2018 unterschrieb Gross einen Zweijahresvertrag beim Zamalek SC in Kairo,[10][11] der Verein ließ die Vereinbarung wenig später aber platzen und wollte mit Khaled Galal in die neue Saison gehen.[12] Im Juli 2018 unterschrieb Gross im zweiten Anlauf einen Einjahresvertrag und wurde doch noch Trainer beim zweiterfolgreichsten Verein Ägyptens.[13]

Erfolge als Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Grasshopper-Club Zürich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schweizer Meister: 1995, 1996
  • Schweizer Cup: 1994
  • Champions-League-Qualifikation: 1995, 1996

Mit dem FC Basel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schweizer Meister: 2002, 2004, 2005, 2008
  • Schweizer Cup: 2002, 2003, 2007, 2008
  • UI-Cup: Finale 2001
  • Champions-League-Qualifikation: 2002, 2008

Mit dem Al-Ahli Saudi FC[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Meisterschaft von Saudi-Arabien: 2016
  • Königspokal: 2016
  • Kronprinzenpokal: 2015

Individuell[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Christian Gross – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dominik Weber: FCB-Vertrag mit Christian Gross bis 2011 verlängert. Website FC Basel, 19. Dezember 2008, archiviert vom Original am 7. Februar 2009; abgerufen am 29. Dezember 2011. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.fcb.ch
  2. FC Basel: Der FCB und Christian Gross: Auflösung des Arbeitsvertrages. Website FC Basel, 27. Mai 2009, archiviert vom Original am 9. Mai 2013; abgerufen am 29. Dezember 2011. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.fcb.ch
  3. Sebastian Stiekel/DPA: Gross wird Nachfolger von Babbel. Stern, 6. Dezember 2009, abgerufen am 29. Dezember 2011.
  4. Stefan Giannakoulis: VfB Stuttgart feuert Gross. n-tv, 13. Oktober 2010, abgerufen am 29. Dezember 2011.
  5. as/sst: Christian Gross neuer YB-Trainer ab Sommer 2011. (Nicht mehr online verfügbar.) Website BSC YB, 8. Mai 2011, ehemals im Original; abgerufen am 29. Dezember 2011.@1@2Vorlage:Toter Link/bscyb.ch (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  6. bazonline.ch: YB entlässt Christian Gross (29. April 2012)
  7. Christian Gross wieder in Saudi-Arabien tätig. In: Telebasel. 15. November 2016, abgerufen am 16. April 2017.
  8. Christian Gross feiert Erfolg in Saudi-Arabien | 4-4-2.com. In: 4-4-2.com. 31. Mai 2017 (4-4-2.com [abgerufen am 23. April 2018]).
  9. Christian Gross legt sein Traineramt bei Al-Ahli in Saudi-Arabien nieder. In: 4-4-2.com. 23. Juni 2017 (4-4-2.com [abgerufen am 23. April 2018]).
  10. Fussball-News. In: Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). (srf.ch [abgerufen am 30. Mai 2018]).
  11. Christian Gross wird Trainer von Zamalek Kairo. In: Neue Zürcher Zeitung. 23. April 2018, ISSN 0376-6829 (nzz.ch [abgerufen am 30. Mai 2018]).
  12. telebasel.ch: Christian Gross geht doch nicht nach Kairo (14. Mai 2018), abgerufen am 2. Juni 2018
  13. bbc.com: Swiss coach Christian Gross agrees deal with Zamalek after all (3. Juli 2018), abgerufen am 7. Juli 2018