Cité Internationale des Arts Paris
| Cité Internationale des Arts Paris | |
|---|---|
| Daten | |
| Gründungsjahr: | 1965 |
| Einrichtungstyp: | Atelier- und Wohnsiedlung |
| Kapazität: | ≈300 Plätze |
| Logengröße: | 20–40 m² |
| Geografische Lage: | 48° 51′ N, 2° 21′ O |
| Ort: | Paris, Frankreich (4. Arrondissement) |
| Postadresse: | 18, rue de l’Hôtel de Ville 75180, Paris Cedex 04 |
| Homepage: | www.citedesartsparis.net |


Die Cité Internationale des Arts Paris (CIA) ist ein Atelier- und Wohnkomplex in Paris, der zur Unterbringung von Künstlern während ihres Studienaufenthaltes zur kreativen Weiterbildung und -entwicklung errichtet wurde. Träger ist eine französische Stiftung mit der Rechtsform Reconnaissance d’utilité publique mit internationaler Beteiligung verschiedener Schulen, Institute, Universitäten, Ministerien und anderer.[1]
Die Cité (Siedlung) bietet ungefähr 300 Künstlerinnen und Künstlern aus aller Welt Studios mit Wohn- und Arbeitsmöglichkeiten. Seit der Eröffnung 1965 beherbergte die Cité Internationale des Arts bereits über 35.000 Künstler (Stand 2025).[2]
Aufgenommen werden fertig ausgebildete Maler, Bildhauer, Musiker, Komponisten, Tänzer, Schriftsteller, Filmschaffende u. a., deren Arbeit bereits ein gewisses Maß an öffentlicher Anerkennung erfahren hat. Der Gesamtaufenthalt ist kostenpflichtig und dauert in der Regel sechs Monate.[2]
Die Bundesrepublik Deutschland hat in der Cité Internationale des Arts drei Belegungsrechte erworben, weitere Plätze werden durch einzelne Bundesländer vergeben[3][4] bzw. ein Stipendium finanziell bezuschusst.[5]
Gebäude
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Hauptteil des Komplexes befindet sich mit ca. 240 Unterkünften in der Rue de l’Hôtel de Ville in unmittelbarer Nähe der Kathedrale Notre Dame. Schon 1937 entwickelten Félix Brunau (1901–1991) und Eero Snellman (1890–1951) die Idee, einen Ort zu entwerfen, an dem Künstler aus der ganzen Welt unter guten Bedingungen leben und arbeiten können. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann er mit seiner Frau Simone, geborene Menut (1926–2021), Unterstützer zu suchen. Sie bekamen Zusagen von der Stadt Paris, der französischen Regierung, der Académie des beaux-arts und 135 weiteren Organisationen. 1957 wurde das Vorhaben als Projekt im öffentlichen Interesse bestätigt. Der damalige Kulturminister André Malraux trug zum erheblichen Teil zu dieser Entwicklung bei. 1963 war Baubeginn im Marais, im Mai 1965 die Einweihung.
1980 wurde die Cité im Marais wesentlich mit Wohnateliers in der Rue Geoffroy L’Asnier erweitert.[2]
Weitere Gebäude kamen später in der Nähe des Montmartre in der 24, rue Norvins hinzu.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Offizielle Website (französisch)
- Informationen zur Künstlerförderung durch einen Studienaufenthalt in der Cité Internationale des Arts in Paris (Bundesregierung)
- Künstlerförderung – Auslandsstipendien der Bundesrepublik Deutschland
- Théâtre de la Cité Internationale
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ perso.orange.fr: les pays fondateurs – ateliers ( vom 24. Oktober 2007 im Internet Archive) (französisch)
- ↑ a b c About us. Cité Internationale des Arts, abgerufen am 19. November 2025 (englisch).
- ↑ Liste der Stipendiaten BK Cité Paris der vergangenen Jahre Stand 1.1.2024 Bildende Kunst. (DOC) Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, 1. Januar 2024, abgerufen am 19. November 2025.
- ↑ Stipendiaten an der Cité International des Arts (Paris) Bereich Musik seit Ende 2005. Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, November 2025, abgerufen am 19. November 2025.
- ↑ hessen.de: Auslandsstipendium – Cité Internationale des Arts in Paris ( vom 26. September 2021 im Internet Archive)