Clairon

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt die Signaltrompete.
  • Für die französische Schauspielerin, siehe Claire Clairon.
  • Für die schlesische Adelsfamilie Clairon d'Haussonville und deren Angehörige, siehe Clairon d’Haussonville.
  • Operation Clarion, flächendeckende Luftangriffe der Alliierten auf deutsche Verkehrswege am 23. Februar 1945

Johann Gottfried Walthers Musicalisches Lexicon 1732 berichtet von einem Clairon bereits bei den Griechen, und Clarions bei den „alten Britten“.[1] Der böhmische Komponist Jakub Jan Ryba verwendete das Instrument Clairon noch 1796 in seiner Hirtenmesse.

Das französische Clairon bezeichnete später eine enge und hellklingende Signaltrompete beim Militär, die keine Ventile oder andere Mechanismen zur Beeinflussung des Tones besaß. Dadurch können nur Naturtöne gespielt werden. Das heutige Clairon wurde 1822 in Frankreich durch den Hersteller Antoine Courtois erfunden. Zuerst ein Signalinstrument der Infanterie, wurde es 1831 durch die Militärmusiker übernommen.

Der Name Clairon bezeichnet auch ein Orgelregister.[2] Dieses Lingualregister hat konische, nach oben erweiterte Becher; die Bauform entspricht der Trompete in 4′-Lage.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Gottfried Walther: Musicalisches Lexicon [...]. Wolffgang Deer, Leipzig 1732, S. 168 (Neudruck Bärenreiter Studienausgabe, hg. von Friederike Ramm, Kassel 2001, S. 156).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Walther 1732, S. 168 (Neudruck 2001, S. 156.)
  2. Walther 1732, S. 168 (Neudruck 2001, S. 156).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Clairon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien