Continuous wave

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Serie von gedämpften Wellen, erzeugt mit einem Knallfunkensender. Charakteristisch sind die Pausen zwischen den Signalen, die bei CWs nicht mehr auftreten.

Continuous wave beziehungsweise continuous waveform, abgekürzt CW, bezeichnet eine ungedämpfte, also zeitlich konstante Welle.

Am Beginn von Funk- und Radiotechnik im Ausgang des 19. Jahrhunderts erfolgten Aussendungen in Form von gedämpften, unterbrochenen abgesetzten Wellen. Die ersten funktionsfähigen Sender zur drahtlosen Übertragung von Morsebuchstaben waren damals noch elektrische Funkensender wie Knall-, Stoß- und Löschfunkensender.

Diese konnten nur senden, wenn sie

  • zwischen Aufladung des sich im Sendeapparat befindlichen Kondensators,
  • der darauf folgenden Ausstrahlung eines Buchstaben mittels Entladung dieses Kondensators über die Sendespule als Funke und
  • der erneuten Aufladung (mit Zuführung einer hohen Spannung)
  • zum Absetzen des nächsten Buchstaben oder Zeichens

hin und her wechselten. Und mit diesem sich ständig wiederholenden Vorgang, sowie den damit technisch bedingten regelmäßigen Pausen zwischen den Signalen wurden nur gedämpfte, unterbrochene Wellen erzeugt. Deshalb sowie wegen ihrer erheblich zu großen Bandbreite und der häufiger möglichen Interferenzen durch eine noch zu mangelhafte Frequenzabstimmung und dem lautstarken Knall beim jedem Absetzen des Sendefunken, galten diese Apparaturen auch als "dreckige" Sender.

Kurz nach dem Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts erfanden Valdemar Poulsen sowie Reginald Fessenden jeweils mit Lichtbogen- und Maschinensender modernere Sendertypen. Mit ihrer Nutzung konnte eine neue Ära der drahtlosen Übertragung nicht nur in der Telegrafie, sondern auch erstmals bei der Ausstrahlung von Sprache und Musik beginnen. Durch die bisherigen mit Unterbrechung arbeitenden Funkensender war ein nutzbares Übertragen von Tönen nicht möglich. Mit der Ablösung der Funkensender durch Poulsens und Fessendes Apparaturen hatten sich die Probleme mit gedämpften Wellen erledigt.

Üblicherweise verwendet CW ein schmalbandiges Signal, so dass sich die gesamte Energie auf ein enges Spektrum konzentriert. Damit haben CW-Übertragungen selbst bei geringer Sendeleistung eine hohe Reichweite, da das Signal auch bei schlechtem Signal-Rausch-Verhältnis durch die Verwendung schmalbandiger Filter noch dekodiert werden kann - die Filterbandbreiten können bis 250 Hz oder weniger betragen.

Im Funkbetrieb werden CW und Morsezeichen häufig synonym verwendet, obwohl es einen Unterschied gibt: Während CW ausschließlich auf Funkwellen basiert, kann der Morsecode auch über Licht oder Schall übertragen werden.

Bedeutung als "Dauerstrich"[Bearbeiten]

Mit einer Morsetaste kann entweder mit einem kurzen Druck das Punktzeichen oder mit längerem Druck das Strichzeichen des Morsealphabets erzeugt werden. Von diesem Morse-Strich wurde der Begriff Dauerstrich abgeleitet, denn bei dauerndem Druck verlässt eine konstante Sendeleistung die Antenne. So entstand für eine bestimmte Art von Radargeräten die Bezeichnung Dauerstrichradar[1]: Ein abgestrahltes unmoduliertes Signal im Mikrowellenbereich wird reflektiert und in Anteilen wieder aufgefangen. Auch nicht pulsierende Laser heißen Dauerstrich- oder CW-Laser.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Apurba Das: Signal Conditioning: An Introduction to Continuous Wave Communication and Signal Processing. Springer, 2012, ISBN 978-3-642-28818-0.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Dipl. Ing. (FH) Christian Wolff: Dauerstrichradargeräte (CW-Radar) 1996-2012 Veröffentlichung auf radiotutorial.eu radiotutorial