Reginald Fessenden

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Reginald Fessenden

Reginald Aubrey Fessenden (* 6. Oktober 1866 in East Bolton, Québec; † 22. Juli 1932 in Bermuda) war ein kanadischer Erfinder und Rundfunkpionier. Mit rund 500 Patenten beim US-Patentamt gehört er zu den Menschen mit den meisten Patenten. R. A. Fessenden gelang im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts, mit einem Maschinensender, ebenso wie Valdemar Poulsen mit seinem Lichtbogensender, die weltweit erste drahtlose Übertragung von Tönen, was von beiden eine Pionierleistung sowohl für die Funktechnik wie die Entwicklung des Hörfunks war.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausgebildet als Elektriker, führte Fessenden seine Forschungstätigkeit in die Vereinigten Staaten von Amerika, wo er mit Thomas Alva Edison als Chemiker an der Entwicklung von Isolierstoffen für Elektrokabel arbeitete. 1892 arbeitete er mit George Westinghouse an der Beleuchtung für die World Columbian Exposition in Chicago. Fessenden wurde Professor für Elektrotechnik an der Purdue University und ein Jahr später Dekan der Elektrotechnischen Fakultät an der Western University of Pennsylvania.

Am 23. Dezember 1900 führte er ein erstes Experiment drahtloser Sprachübertragung durch. Über die Sprachverständlichkeit dieses Versuches bestehen keine Belege. Schließlich gründete Fessenden 1902 mit Unterstützung zweier Pittsburgher Unternehmer, die National Electric Signaling Company (NESCO) mit dem Ziel, Funkverbindungen für die Morsetelegrafie zwischen Brant Rock (Massachusetts) und verschiedenen Punkten in den USA, für das U.S. Weather Bureau einzurichten.[1]

1903 wurde Fessendens erster Maschinensender, ein sogenannter Alternator einem Längstwellensender, von Charles P. Steinmetz bei General Electric (GE) gebaut. 1904 erteilte er GE den Auftrag, einen Alternator zu bauen, der tausendmal stärker sein sollte.

Zwei Jahre später, 1906, stellte Ernst Alexanderson den fertiggestellten Alexanderson-Alternator vor, einen Langwellensender, der in Fessendens Funkstation in Brant Rock installiert wurde. Dort führte am Weihnachtsabend gleichen Jahres, R. A. Fessenden die weltweit erste drahtlose Musik- und Sprachübertragung gemischten Inhalts durch, bei der er aus der Bibel las und selbst auf der Violine Stille Nacht, heilige Nacht spielte und dabei sang. Die Sendung wurde sogar auf Schiffen im Karibischen Meer empfangen.

Er präsentierte in seiner Studie The Deluged Civilization of the Caucasus Isthmus[2] 1923 eine Neuinterpretation von Mythologie und Geographie der frühen Griechen und Semiten und ein neues Modell zur Erklärung der Sintflutlegende, mit der er auch eine Umdeutung der in Platons Atlantisbericht geschilderten Ereignisse und Örtlichkeiten zur Diskussion stellte. In fachwissenschaftlichen Kreisen stießen seine Forschungsergebnisse allerdings kaum auf Interesse und gerieten bald wieder in Vergessenheit. In diesen konzentrierte man sich auf die Vorstellung von Atlantis als Platonischem Mythos.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Reginald Fessenden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. The Start of Radio Broadcasting auf der Webseite der Canadian Communications Foundation. Abgerufen am 4. Februar 2016.
  2. Reginald Aubrey Fessenden: The Deluged Civilization of the Caucasus Isthmus, T. J. Russel Print, 1923. Eintrag bei Google Books. Abgerufen am 4. Februar 2016