Cordillera Negra

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Cordillera Negra
Cordillera Negra, Region Ancash, Peru

Cordillera Negra, Region Ancash, Peru

Höchster Gipfel Pico Rocarre (5187 m)
Lage Peru
Teil der Cordillera Occidental
Cordillera Negra (Peru)
Cordillera Negra
Koordinaten 9° 3′ S, 77° 55′ WKoordinaten: 9° 3′ S, 77° 55′ W
p1
Cordillera Negra in Peru

Die Cordillera Negra (spanisch für Schwarze Gebirgskette) ist Teil der Cordillera Occidental, einer von drei Gebirgsketten des Anden-Gebirges im westlichen Zentral-Peru.

Größe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Cordillera Negra dehnt sich auf einer Strecke von etwa 180 km mit einer Breite von 25 bis 40 Kilometer in NNW-SSE Richtung aus, wobei sich ihr Kamm etwa 60 km von der Küstenlinie entfernt parallel zur Pazifikküste erstreckt. Die Kordillere ist Teil der andinen Sierra, die sich landeinwärts hinter der Costa entlangzieht, der schmalen Küstenwüste des südamerikanischen Teilkontinents.

Die Cordillera Negra hat ihre höchsten Erhebungen im Pico Rocarre (5187 m), Rumi Cruz (5020 m), Senal Cerro Rico (5006 m) auf 9° 3′ S, 77° 55′ W und Cerro Huancapeti (4988 m) auf 9° 46′ S, 77° 32′ W, bei dem sich auch die höchste Passstraße der Cordillera Negra befindet, der Huancapeti Pass in einer Höhe von 4680 m.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Norden und Osten wird die Kordillere durch den Río Santa begrenzt, der landeinwärts die Cordillera Negra in ganzer Länge begleitet und dann das Küstengebirge bei 8° 45' S quert.

Im Süden wird die Kordillere bei 10° 30' durch den Río Pativilca abgeschlossen. Im zentralen Teil der Kordillere nahe der Stadt Huaraz bricht der Río Casma durch den Höhenzug.

Der Río Santa mit dem fruchtbaren Tal des Callejón de Huaylas trennt die Cordillera Negra von der Cordillera Blanca im Osten, ein ganzjährig schneebedeckter Höhenzug mit Gipfeln bis zu 6768 m. Die Cordillera Negra bleibt im Gegensatz zur Cordillera Blanca weitgehend schneefrei, obwohl sie sich bis in eine Höhe von 5000 m erhebt, und verdankt dieser Tatsache auch ihren Namen. Die Cordillera Negra hält die warmen Luftströmungen der Küstenebene zurück, so dass die Schneegrenze in der Cordillera Blanca bis auf 5400 m sinkt.

Die Cordillera Negra und die Cordillera Blanca liegen fast vollständig in der peruanischen Region Ancash.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den 1960er Jahren wurde am Nordrand der Cordillera Negra die Guitarrero-Höhle (Cueva del Guitarrero) entdeckt, die Knochen von Mastodonten und Lamas enthielt und anhand der gefundenen Werkzeuge und Kleidungsstücke auf eine menschliche Besiedlung in der Zeit von vor 10.950 bis 10.230 Jahren schließen lässt.

Heute ist die Cordillera Negra dünn besiedelt mit weitgehend indigener Bevölkerung, die bis in Höhen von über 4.000 m vom Anbau von Weizen, Mais und Hafer lebt. Die Kordillere ist reich an Bodenschätzen wie Gold, Silber und Kupfer.