Costa-Rica-Laubfrosch

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Costa-Rica-Laubfrosch
Smilisca phaeota, schlafend im Terrarium

Smilisca phaeota, schlafend im Terrarium

Systematik
Unterordnung: Neobatrachia
ohne Rang: Baumfrösche (Arboranae)
Familie: Laubfrösche i. w. S. (Hylidae)
Unterfamilie: Hylinae
Gattung: Smilisca
Art: Costa-Rica-Laubfrosch
Wissenschaftlicher Name
Smilisca phaeota
(Cope, 1862)

Der Costa-Rica-Laubfrosch (Smilisca phaeota), der oft auch Masken-Laubfrosch genannt wird, gehört innerhalb der Familie der Laubfrösche i. w. S. (Hylidae) zur Gattung Smilisca, die aus sechs Arten besteht.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Masken-Laubfrosch erreicht, je nach Geschlecht, eine Kopf-Rumpf-Länge von bis zu 6,5 Zentimetern bei den Männchen und bis zu 8 Zentimetern bei den Weibchen. Die Körperoberseite ist tagsüber überwiegend rötlich-braun gefärbt, kann aber in der Nacht, wenn die Frösche aktiv sind, ins Grünliche wechseln.[1] Die Unterseite ist weiß bis cremefarben. Von der Schnauzenspitze bis hinter die Augen erstreckt sich ein dunkelbrauner Streifen bzw. eine dunkelbraune Musterung, der für diese Art charakteristisch ist.

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Masken-Laubfrösche sind in Mittelamerika vom östlichen Honduras über Nicaragua, Costa Rica und Panama bis nach Südamerika verbreitet, wo sie im nordwestlichen Kolumbien und in Ecuador zu finden sind.[2] Hier bewohnen sie in tropischen Regenwäldern die Ränder von Gewässern, die eine unterschiedliche Größe aufweisen können. Sie sind in Höhenlagen von bis zu 1600 Metern anzutreffen.[3] Als Kulturfolger findet man sie auch in der Nähe von Siedlungen, Parks und Gärten.

Nahrung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Masken-Laubfrosch frisst hauptsächlich Insekten, die er von der Größe her überwältigen kann.

Fortpflanzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine bestimmte Jahreszeit ist für die Ablage des Laichs nicht festzustellen. Die Weibchen legen den Laich, der aus rund 300 Eiern besteht, in der Regel nach heftigen Regenfällen in passende Gewässer. Das können kleine Tümpel, aber auch größere Pfützen sein. Der abgelegte Laich schwimmt in Klumpen an der Wasseroberfläche oder sinkt zu Boden. Nach nur drei Tagen verlassen die Larven (Kaulquappen) die Eier. Sie erreichen zusammen mit ihrem Schwanz eine Körperlänge von bis zu 30 Millimetern.[4] Nach weiteren 27 Tagen haben sich die Jungfrösche vollständig entwickelt und gehen an Land. Zu dieser Zeit haben sie eine Länge von 1,5 bis 2 cm. Die Jungfrösche haben eine einheitliche braune Färbung, die sich erst zu der adulten Färbung wandelt, wenn eine Länge von etwa 4 cm erreicht ist. Der Masken-Laubfrosch hat eine Lebenserwartung von etwa drei bis vier Jahren.

Gefährdung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Art besitzt ein relativ großes Verbreitungsgebiet und ist in diesem häufig. Sie gilt daher als nicht gefährdet („least concern“).[3]

Systematik und Taxonomie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Art wurde im Jahr 1862 von dem amerikanischen Zoologen Edward Drinker Cope als Hyla phaeota erstmals beschrieben.[5] Die Gattung Smilisca wurde zwar 1865 ebenfalls von Edward Drinker Cope beschrieben,[6] Smilisca phaeota wurde aber erst 1952 in diese Gattung gestellt.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Peter Dollinger: Costa-Rica-Maskenlaubfrosch. Zootier-Lexikon, abgerufen am 17. Mai 2020.
  2. Darrel R. Frost: Smilisca phaeota (Cope, 1862). Amphibian Species of the World: an Online Reference, Version 6.1, American Museum of Natural History, New York 1998–2020, abgerufen am 17. Mai 2020.
  3. a b Smilisca phaeota in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2020. Eingestellt von: IUCN SSC Amphibian Specialist Group, 2019. Abgerufen am 17. Mai 2020.
  4. Smilisca phaeota bei Amphipiaweb, abgerufen am 17. Mai 2020.
  5. Edward Drinker Cope: Catalogues of the reptiles obtained during the explorations of the Parana, Paraguay, Vermejo and Uraguay Rivers, by Capt. Thos. J. Page, U.S.N.; and of those procured by Lieut. N. Michler, U.S. Top. Eng., Commander of the expedition conducting the survey of the Atrato River. Proceedings of the Academy of Natural Sciences of Philadelphia, 14, 1862, S. 346–359 (Erstbeschreibung).
  6. Edward Drinker Cope: Third contribution to the herpetology of tropical America. Proceedings of the Academy of Natural Sciences of Philadelphia, 17, 1865, S. 185–198.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Edward Drinker Cope: Catalogues of the reptiles obtained during the explorations of the Parana, Paraguay, Vermejo and Uraguay Rivers, by Capt. Thos. J. Page, U.S.N.; and of those procured by Lieut. N. Michler, U.S. Top. Eng., Commander of the expedition conducting the survey of the Atrato River. Proceedings of the Academy of Natural Sciences of Philadelphia, 14, 1862, S. 346–359. (Erstbeschreibung).
  • Twan Leenders: A Guide to Amphibians And Reptiles of Costa Rica. Zona Tropical, Miami 2001, ISBN 0-970-56780-4.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Costa-Rica-Laubfrosch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien