Cumann na nGaedheal

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Cumann na nGaedhael)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.

Cumann na nGaedheal [ˈkʊmən nə ˈŋɰeːɫ] (irisch für Bündnis der Gälen) war der Name zweier politischer Parteien in der irischen Geschichte des 20. Jahrhunderts.

Die erste Partei Cumann na nGaedheal wurde von Arthur Griffith im Jahr 1904 gegründet, um gegen einen Besuch von König Eduard VII. und Königin Alexandra von Dänemark in Irland Propaganda zu machen. 1905 schloss sich diese Gruppierung mit anderen Parteien zu Sinn Féin zusammen.

Die zweite Partei Cumann na nGaedheal wurde 1923 in Dublin von Vertragsbefürwortern des Anglo-Irischen Vertrags innerhalb der Sinn Féin gegründet. Der Führerschaft der Vertragsbefürworter innerhalb Sinn Féin gehörten Arthur Griffith, Michael Collins und W.T. Cosgrave an. Die ersten beiden starben während des irischen Bürgerkriegs, sodass schließlich Cosgrave den Flügel der Vertragsbefürworter innerhalb von Sinn Féin anführte. Er entschloss sich, daraus eine eigenständige Partei zu entwickeln und gründete Cumann na nGaedheal. Die Idee für diese Partei entstand bereits im Dezember 1922, die offizielle Gründung fand aber erst im April 1923 als direkte Konsequenz des Bürgerkrieges statt.

Die Partei nahm 1923 erstmals an einer Wahl teil und gewann 63 Sitze (39 %). Bis 1932 bildete Cumann na nGaedheal die Regierung des Irischen Freistaates unter Cosgrave. Doch bereits seit 1926 verlor die Partei ihre Basis immer mehr an die von Éamon de Valera gegründete Partei Fianna Fáil. Cosgraves Partei wurde immer mehr zum Sinnbild der Verteidigung des Vertrages und des neuen Freistaates. Ökonomisch gesehen verfolgte die Partei den freien Handel und einen ausgeglichenen Haushalt – und das zu einer Zeit, in der ihre Gegner die Prinzipien des Protektionismus bevorzugten. Trotzdem war es eine Überraschung, als Cumann na nGaedheal bei der Wahl 1932 gegen Fianna Fáil verlor.

Bei der Wahl 1933 nahm die Zustimmung noch weiter ab und so wurden Verhandlungen mit der National Centre Party und der Army Comrades Association bezüglich einer Verschmelzung aufgenommen, die schließlich im September 1933 mit der Gründung von Fine Gael, dem bald führenden Gegner von Fianna Fáil und de Valera, erfolgte.