Cumbach (Friedrichroda)

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Cumbach
Koordinaten: 50° 52′ 48″ N, 10° 36′ 49″ O
Höhe: 335 m ü. NN
Eingemeindung: 1. Juli 1950
Eingemeindet nach: Ernstroda
Postleitzahl: 99894
Vorwahl: 03623
Dorfkirche
Dorfkirche

Cumbach ist ein Ortsteil der Stadt Friedrichroda im Landkreis Gotha in Thüringen.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cumbach liegt am Übergang des Thüringer Beckens zum Thüringer Wald, etwa zehn Kilometer südwestlich von Gotha, fünf Kilometer südöstlich von Waltershausen und fünf Kilometer nordöstlich von Friedrichroda. Das Dorf ist ursprünglich ein Haufendorf und liegt am Cumbach, einem Nebenfluss der Leina in etwa 330 Metern Höhe. Die Ortsflur ist unbewaldet und wird landwirtschaftlich genutzt. Dominiert wird sie von den Cumbacher Teichen, die vermutlich schon im Mittelalter angelegt worden sind, um das Kloster Reinhardsbrunn mit Fisch zu versorgen. Die Teiche liegen 500 m südwestlich des Dorfes.

Von Cumbach führen Straßen in den Waltershäuser Stadtteil Schnepfenthal im Westen, nach Ernstroda im Süden und nach Wahlwinkel und Leina im Norden, wo Anschluss an die Bundesautobahn 4 besteht. Weite Nachbardörfer sind Gospiteroda und Wipperoda im Osten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cumbach wurde am 3. Februar 1216 erstmals urkundlich erwähnt.[1] In seiner Gründungszeit lag das Dorf in einem der Machtzentren der Ludowinger, deren Herkunftsort beim Kloster Reinhardsbrunn in der unmittelbaren Umgebung lag. Später, besonders unter den den Ludowingern folgenden Wettinern verlagerte sich das Herrschaftszentrum stärker nach Gotha.

Nach der Auflösung des Klosters Reinhardsbrunn im Jahre 1525 gehörte der Ort zum landesherrschaftlichen Amt Reinhardsbrunn, welches ab 1640 zum Herzogtum Sachsen-Gotha, ab 1672 zum Herzogtum Sachsen-Gotha-Altenburg und ab 1826 bis zum Ende der Monarchie in Deutschland zum Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha gehörte. Ab 1920 lag der Ort im Land Thüringen. Ab dem 1. Juli 1950 gehörte Cumbach zur Gemeinde Ernstroda, die wiederum 2007 in die Stadt Friedrichroda eingegliedert wurde.

Die kleine evangelische Dorfkirche Cumbachs stammt im Ursprung aus dem 12. Jahrhundert und wurde im 17. und 18. Jahrhundert umgebaut, wobei sie ihr heutiges Äußeres erhielt.[2]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Georg Franz Ratzmann (1771–1846), Orgelbauer, Begründer der Orgelbauer-Familie Ratzmann, wurde in Cumbach geboren und hat auch die Orgel der Cumbacher Kirche gebaut.
  • Herbert Weiz (* 1924), Politiker (SED), wurde in Cumbach geboren

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Otto Dobenecker (Bearb. und Hg.): Regesta diplomatica necnon epistolaria historiae Thuringiae (1210 –1227 ). Band 2 Teil 2. Fischer, Jena 1900. Nr. 1667.
  2. Georg Dehio (Hg.): Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Band Thüringen. München, 2003. S. 198.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Cumbach (Friedrichroda) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien