Czchów

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Czchów
Wappen von Czchów
Czchów (Polen)
Czchów
Czchów
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Kleinpolen
Powiat: Brzesko
Fläche: 14,08 km²
Geographische Lage: 49° 50′ N, 20° 41′ OKoordinaten: 49° 50′ 0″ N, 20° 41′ 0″ O
Einwohner: 2369
(30. Jun. 2015)[1]
Postleitzahl: 32-860
Telefonvorwahl: (+48) 14
Kfz-Kennzeichen: KBR
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Krakau-Balice
Gmina
Gminatyp: Stadt- und Landgemeinde
Gminagliederung: 9 Schulzenämter
Fläche: 66,47 km²
Einwohner: 9748
(30. Jun. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 147 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 1202033
Verwaltung (Stand: 2007)
Bürgermeister: Marek Chudoba
Adresse: Rynek 12
32-860 Czchów
Webpräsenz: www.czchow.pl



Czchów (deutsch Weißenkirchen) ist eine Stadt in Polen in der Wojewodschaft Kleinpolen.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt liegt im Süden Polens, etwa 50 Kilometer nördlich der slowakischen Grenze. Etwa einen Kilometer östlich vom Stadtzentrum verläuft der Fluss Dunajec.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die älteste urkundliche Erwähnung des heutigen Czchów wird auf die Zeit zwischen 1208 und 1218 datiert. Die erste Erwähnung einer Kirche stammt aus dem Jahr 1325. Wann genau der Ort das Stadtrecht zum ersten Mal erhielt, ist nicht gesichert, jedenfalls wurde Czchów 1333 als Stadt erwähnt. 1355 bestätigte Kasimir der Große das Stadtrecht und erweiterte es auf Magdeburger Recht. Zu diesem Zeitpunkt kam es auch zu einer starken Zuwanderung deutscher Kolonisten (Walddeutsche)[2]. 1545 wurde ein Abwassersystem eingerichtet, das bis zum Mai 1987 in Betrieb bleiben sollte. Im Rahmen der Ersten Teilung Polens 1772 kam Czchów unter österreichische Herrschaft. Nach dem Ersten Weltkrieg verlor die Stadt 1928 ihr Stadtrecht. Am Ende des Zweiten Weltkriegs marschierte im Januar 1945 die Rote Armee in die Stadt ein. Zum 1. Januar 2000 erhielt Czchów das Stadtrecht wiederverliehen.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • eine gotische Kirche aus dem Jahr 1346
  • Ruinen eines Schlosses aus dem 13./14. Jahrhundert

Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt- und Landgemeinde Czchów hat eine Fläche von 66,47 km², auf der etwa 9.200 Menschen leben. Außer Czchów gehören die Schulzenämter Biskupice Melsztyńskie, Będzieszyna, Domosławice, Jurków, Piaski-Drużków, Tworkowa, Tymowa, Wytrzyszczka und Złota zur Gemeinde.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Stadt verläuft die Landesstraße 75 von Brzesko nach Nowy Sącz. Der nächste internationale Flughafen ist der Flughafen Johannes Paul II. Krakau-Balice, der etwa 60 Kilometer westlich von Czchów liegt.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Czchów – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2015. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (ZIP-Ordner mit XLS-Dateien; 7,82 MiB), abgerufen am 28. Mai 2016.
  2. Wojciech Blajer: Bemerkungen zum Stand der Forschungen uber die Enklawen der mittelalterlichen deutschen Besiedlung zwischen Wisłoka und San. [in:] Późne średniowiecze w Karpatach polskich. red. Prof. Jan Gancarski. Krosno, 2007, ISBN 978-83-60545-57-7