DBH – Fachverband für Soziale Arbeit, Strafrecht und Kriminalpolitik

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Der DBH e. V. ist ein bundesweit und international aktiver Fachverband für Soziale Arbeit, Strafrecht und Kriminalpolitik mit Sitz in Köln. In ihm sind Verbände und Vereinigungen mit insgesamt über 10.000 Mitgliedern zusammengeschlossen, die landesweit, regional und lokal in der Straffälligen-, Bewährungs- und Opferhilfe arbeiten. Der Verband ist seinerseits aktives Mitglied in der Ständigen Europäischen Konferenz für Straffälligen- und Bewährungshilfe (CEP). Er wird vom Bundesministerium der Justiz gefördert; einzelne Projekte werden auch von Landesjustizministerien und der Europäischen Union unterstützt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hervorgegangen ist der Verband aus dem Verein „Deutsche Bewährungshilfe“, der im Jahr 1951 gegründet wurde und Träger von Pilotprojekten zur Einführung der Bewährungshilfe in das deutsche Strafrecht war.

Ziele und Schwerpunkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

DBH-Fachverband für Soziale Arbeit, Strafrecht und Kriminalpolitik

Seine Arbeit ist darauf ausgerichtet, in der Bevölkerung Verständnis für die soziale Strafrechtspflege und ihre Aufgaben zu wecken und zu stärken. Der Verband fördert Praxis und Reform einer rechtsstaatlichen, sozialen Strafrechtspflege und eine humane Straffälligenhilfe, leistet einen Beitrag zur Kriminalprävention, arbeitet an der Beseitigung und Minderung von Ursachen, Erscheinungsformen und Folgeproblemen von Kriminalität, setzt sich ein für Schadenswiedergutmachung und für den Täter-Opfer-Ausgleich, unterstützt die Wiedereingliederung von Strafgefangenen.

Schwerpunktmäßig setzt sich der Verband daher mit den Themengebieten auseinander:

Der Verband fördert die Kooperation zwischen Angehörigen der Strafrechtsberufe, der Sozialen Dienste der Justiz und der nichtstaatlichen Straffälligenhilfe. Er trägt dazu bei, die Gegensätze zwischen Theorie/Wissenschaft und Praxis im Bereich der Sozialen Arbeit und im Strafrecht zu überbrücken und setzt sich dafür ein, die Anliegen von Kriminal- und Sozialpolitik (besser) zu koordinieren. Durch fachlich fundierte Stellungnahmen nimmt der er – auch im Namen seiner Mitgliedsvereinigungen – Einfluss auf kriminal- und sozialpolitische Entwicklungen. Dazu gehören Kontakte mit Vertretern der Rechts- und Sozialpolitik, mit Praktikern der Strafrechtspflege und mit Vertretern nichtstaatlicher Organisationen.

Das DBH-Bildungswerk bietet die Möglichkeit zur Aus- und Weiterbildung. Haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter in der Sozialen Strafrechtspflege, aber auch andere Interessierte, können Fachkenntnisse erwerben bzw. ihre Qualifikation erweitern.

Einrichtungen, Projekte und Modellversuche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verband ist Träger und Initiator von Modellversuchen und Projekten zur Erprobung und Realisierung neuer Ideen. So hat er seit 1992 das Servicebüro für Täter-Opfer-Ausgleich und Konfliktschlichtung eingerichtet. Das Projekt LOTSE fördert und unterstützt die ehrenamtliche Straffälligenhilfe in Nordrhein-Westfalen – vornehmlich im Strafvollzug.

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verband gibt die Zeitschrift „Bewährungshilfe - Soziales, Strafrecht, Kriminalpolitik“ (BewHi) heraus.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]