DSB MZ

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DSB MZ
DSB MZ 1413
DSB MZ 1413
Nummerierung: MZ (I): 1401–1410
MZ (II): 1411–1426
MZ (III): 1427–1446
MZ (IV): 1447–1461
Anzahl: 61
Hersteller: Nydqvist och Holm
Baujahr(e): MZ (I): 1967–1969
MZ (II): 1970
MZ (III): 1972–1974
MZ (IV): 1977–1978
Achsformel: Co'Co'
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Länge über Puffer: MZ (I) und (II):
20.800 mm
MZ (III) und (IV):
21.000 mm
Höhe: 4.200 mm[1]
Breite: 3.060 mm
Drehzapfenabstand: 12.400 mm
Drehgestellachsstand: 2.000 mm + 2.000 mm
Gesamtradstand: 16.400 mm
Dienstmasse: MZ (I) und (II):
116,5 t
MZ (III): 125 t
MZ (IV): 123 t
Höchstgeschwindigkeit: MZ (I) und (II):
143 km/h
MZ (III) und (IV):
165 km/h
Treibraddurchmesser: 1.016 mm
Zylinderanzahl: MZ (I) und (II): 16
MZ (III) und (IV): 20
Motorentyp: EMD 645
Leistungsübertragung: dieselelektrisch

In die Baureihe MZ sind Diesellokomotiven mit dieselelektrischer Leistungsübertragung der Dänischen Staatsbahnen eingereiht. In vier Bauserien wurden von der schwedischen Firma NOHAB unter Lizenz von General Motors Electro-Motive Division (EMD) von 1967 bis 1978 insgesamt 61 Exemplare hergestellt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

General Motors nahm 1964 mit dem leistungsfähigen Motor Typ 645, die äußerst erfolgreiche Vorgängerversion Typ 567 vom Markt. NOHAB als Lizenznehmer war daraufhin gezwungen, gegenüber den Bauarten MX und MY Veränderungen vorzunehmen. Der Lokkasten wurde geändert und die Führerstände schwimmend gelagert. Auch der Dampfkessel wurde gegen einen Generator für elektrische Zugheizung getauscht.

Die ersten beiden Bauserien waren mit Motoren von 2426 kW (3300 PS) ausgerüstet und hatten eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 143 km/h. In manchen Publikationen werden diese beiden Serien auf Grund der geringen Unterschiede auch zu einer zusammengefasst. Ab der dritten Bauserie kamen Motoren mit 2867 kW (3900 PS) zum Einsatz und die zulässige Höchstgeschwindigkeit wurde auf 165 km/h angehoben. Die Dienstmasse der Lokomotiven liegt um die 120 t. Damit ergibt sich eine Achslast zwischen 19,4 und 20,5 t.

Die vierte Bauserie hat eine abweichende Geometrie des Wagenkastens. Die Seitenwände wurden bis zur Oberkante der Führerstandstüren senkrecht ausgeführt, während bei den älteren Bauserien bereits weiter unten der Wagenkasten nach innen eingezogen wurde. Die Führerstände fielen insgesamt eckiger aus. Die vierte Bauserie kann leicht anhand der deutlich geringeren Höhe ihrer Frontscheiben erkannt werden.[2][3][4][5]

Verbleib[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ausmusterung der Maschinen bei der DSB begann im Jahre 2000. Lediglich die erstgebaute Maschine 1401 blieb bei der DSB als Museumslokomotive im Einsatz und ist in Randers stationiert. Die meisten Lokomotiven wurden ins Ausland verkauft, so hatten viele kleinere Bahngesellschaften in Schweden diese Lokbaureihe im Bestand – unter anderem bei TÅGAB, TGOJ, Svensk Tågteknik, Vida, Three T, Motala Verkstad, Peterson Rail (12 Stück) und Inlandsbanan AB (2 Stück). Die schwedische Bezeichnung lautet TMZ.

Weitere 16 Lokomotiven wurden nach Australien verkauft und werden von der Independent Rail of Australia in New South Wales eingesetzt. Auch nach Spanien wurden zwei Lokomotiven verkauft. 2004 übernahmen die Norges Statsbaner (NSB) die 1411 und 1415.[6] In Dänemark verblieben einige Lokomotiven bei DB Schenker Rail Scandinavia.

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Skizze der Lokomotive. jernbanesider.dk, abgerufen am 21. Februar 2017 (dänisch).
  2. Die erste Bauserie bei jernbanen.dk
  3. Die zweite Bauserie bei jernbanen.dk
  4. Die dritte Bauserie bei jernbanen.dk
  5. Die vierte Bauserie bei jernbanen.dk
  6. Baureihenbeschreibung bei jernbanen.de (dän.)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: DSB MZ – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien