Dampferzeuger

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Dampferzeuger in einem Kernkraftwerk

Ein Dampferzeuger ist eine Anlage zur Erzeugung von Wasserdampf, deren wesentlicher Bestandteil ein Kessel ist [1]. In einer solchen Anlage wird Wasser erhitzt und in Dampf umgewandelt. Dampfverbraucher sind unter anderem Dampfmaschinen und -turbinen (Umwandlung von Wärme- in mechanische Energie), Heizkraftwerke (Bereitstellung von Wärmeenergie) oder allgemein die chemische Industrie (für wärmeverbrauchende Prozesse). Die Temperatur und der Druck des erzeugten Dampfs haben die für den jeweiligen Dampfverbraucher passenden Werte.

Komponenten eines Dampferzeugers sind:

  • Der Verdampfer zur Erzeugung des Dampfes
  • Der Überhitzer, in dem der Dampf auf die für den Verbraucher benötigte Temperatur erhitzt wird
  • Der Speisewasser- und Luftvorwärmer, in denen Wasser und Verbrennungsluft vorgewärmt werden
  • Die Feuerung, die die für den Verbraucher benötigte Wärme mit Brennstoffen wie Kohle, Öl, Gas oder Biomasse erzeugt.

Im Unterschied zum Dampferzeuger wird in einer Heißwasseranlage Wasser auf eine Temperatur oberhalb des atmosphärischen Siedepunktes gebracht: T > 100 °C (p > atmosph. Druck).

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dampfkesselanlage, die neben dem Dampferzeuger auch noch Komponenten wie Speisewasserbehälter, Saugzuggebläse usw. besitzt.

Laboratoriumstechnik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Labor erzeugt man Dampf in einem Dampfentwickler.[2] Benötigt wird Dampf im Labor u.a. für die sogenannte Wasserdampfdestillation, eine Methode der Stofftrennung.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Handbuch der Kesselbetriebstechnik: Kraft- und Wärmeerzeugung in Praxis und Theorie; Helmut Effenberger: Dampferzeugung (VDI-Buch)
  2. Walter Wittenberger: Chemische Laboratoriumstechnik, Springer-Verlag, Wien, New York, 7. Auflage, 1973, S. 182–183, ISBN 3-211-81116-8.