Daniel Kahn & The Painted Bird

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Daniel Kahn & The Painted Bird
Daniel Kahn bei einem Konzert mit seiner Gruppe in Luxemburg (Januar 2013)
Daniel Kahn bei einem Konzert mit seiner Gruppe in Luxemburg (Januar 2013)
Allgemeine Informationen
Herkunft Berlin
Genre(s) Klezmer, Punk, Folk
Gründung 2005
Website http://paintedbird.net
Aktuelle Besetzung
Daniel Kahn
Hampus Melin
Michael Tuttle
Jake Shulman-Ment
Ehemalige Mitglieder
Michael Winograd
Dan Blacksberg
Geige
Johannes Paul Gräßer
Schlagzeug, Flügelhorn, Mandoline
Detlef Pegelow
Klarinette
Bert Hildebrandt
Die Band bei einem Auftritt auf dem Poesiefestival Berlin 2015

Daniel Kahn & The Painted Bird ist eine international besetzte Klezmer-Band um den aus Detroit stammenden US-Amerikaner Daniel Kahn.[1] Die Gruppe wurde 2005 in Berlin gegründet und hat seitdem vier Alben beim renommierten Berliner Plattenlabel Oriente Musik veröffentlicht. Der Name der Band kommt von dem Titel des Romans Der bemalte Vogel von Jerzy Kosiński von 1965.[2]

Stil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Musik von Daniel Kahn & The Painted Bird, von Kahn als „Verfremdungsklezmer“ bezeichnet, ist eine Mischung aus Klezmer, Punk, Folk und Singer-Songwriter. Es wird gelegentlich auf Ähnlichkeiten zur Musik von Tom Waits sowie zu der Bewegung der Radical Jewish Culture hingewiesen.[3]

Die Texte sind teils von Kahn, viele sind jedoch Adaptationen von Gedichten und Liedern jüdischer Autoren (z. B. Mordechaj Gebirtig), oft mit sozial-politischer Thematik. Auch singt Kahn Lieder von Franz Josef Degenhardt (Die alten Lieder), Heinrich Heine (Die alten bösen Lieder), Bertolt Brecht (Judenhure Marie Sanders und Denn wovon lebt der Mensch?) und Kurt Tucholsky (Rosen auf den Weg gestreut) sowie eine Jiddisch-Version des Klassikers Lili Marleen. Er singt auf Englisch, Deutsch und Jiddisch, zum Teil mehrere Sprachen in einem Lied vermischend. Manchmal wird er auch von dem Russisch singenden Vanya Zhuk begleitet.

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • The Broken Tongue (2006, Chamsa Records; 2009, Oriente Musik)
  • Partisans & Parasites (2009, Oriente Musik)
  • Lost Causes (2010, Oriente Musik)
  • Bad Old Songs (2012, Oriente Musik)

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Album Lost Causes gewann 2011 den Preis der deutschen Schallplattenkritik.[4] Bad Old Songs wurde in die Bestenliste der Schallplattenkritik im ersten Quartal 2013 aufgenommen.[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Daniel Kahn, geboren 1978 in Detroit, siehe: Charlotte Misselwitz; Cornelia Siebeck (Hrsg.): Dissonant memories – fragmented present: exchanging young discourses between Israel and Germany. Bielefeld: Transcript, 2009 ISBN 978-3-8376-1273-8, S. 225
  2. Pressezitate auf der Homepage der Band (abgerufen am 3. Februar 2016).
  3. Im alten Berlin wartet ein hübsches Meydl. taz.de, 26. Januar 2013, abgerufen am 13. April 2017.
  4. Preis der deutschen Schallplattenkritik 2011: Daniel Kahn: Lost Causes
  5. http://www.schallplattenkritik.de/bestenlisten/591-bestenliste-1-2013

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]