Das Hausgesinde

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Das Hausgesinde ist ein Dialogtext (ATU 1940). Er steht in den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm an Stelle 140 (KHM 140).

Inhalt[Bearbeiten]

Einer fragt den anderen nach dem Namen von Zielort, Mann, Kind, Wiege und Knecht und zählt auf die Antwort (Walpe, Cham, Grind, Hippodeige, Machmirsrecht) jeweils alle Namen rückwärts als auch die seinen auf und stellt fest, dass sie also zusammen gehen (sam, sam, goh wie dann).

Herkunft[Bearbeiten]

Das Kettenmärchen ist ab dem zweiten Teil der Erstauflage von 1815 (da Nr. 54) an Stelle 140 enthalten. Es ist ein Frage-Antwort-Spiel, etwa vergleichbar mit Kofferpacken, und war im 18. Jahrhundert auch als Volkslied bekannt. Es stammt laut Grimms Anmerkung aus dem Paderbörnischen (von Familie von Haxthausen), und entspricht fast genau einer Fassung aus Johannes Boltes Alle Arten von Scherz- und Pfänderspielen (1750). Vgl. KHM 30 Läuschen und Flöhchen und KHM 131 Die schöne Katrinelje und Pif Paf Poltrie.

Literatur[Bearbeiten]

  • Uther, Hans-Jörg: Handbuch zu den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm. Berlin 2008. S. 297. (de Gruyter; ISBN 978-3-11-019441-8)

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikisource: Das Hausgesinde – Quellen und Volltexte