Datenverarbeitungsregister

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Das Datenverarbeitungsregister (DVR) war in Österreich ein zentrales Register, in das alle meldepflichtigen Datenanwendungen (z. B. elektronische Datenbanken) einzutragen waren.[1] Meldepflichtig waren Datenanwendungen, in denen personenbezogene Daten verarbeitet wurden, wobei es Ausnahmen für private Personen und für Standardanwendungen (im Sinne der Standard- und Muster-Verordnung) gab. Die Führung des Datenverarbeitungsregisters oblag der österreichischen Datenschutzbehörde. Seine Rechtsgrundlage waren die §§ 16 ff Datenschutzgesetz 2000[1] und die Datenverarbeitungsregister-Verordnung. Mit dem Inkrafttreten der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) am 25. Mai 2018 entfiel das Datenverarbeitungsregister.

Die Datenschutzbehörde vergab an Betreiber meldepflichtiger Datenbanken eine siebenstellige Registernummer, die DVR-Nummer. Man konnte jederzeit beim Datenverarbeitungsregister gebührenfrei abfragen, welchem Auftraggeber eine bestimmte DVR-Nummer zugeteilt war. Die DVR-Nummer musste vom Unternehmen bei jedem Kontakt mit dem Betroffenen angeführt werden. Die DVR-Nummer der österreichischen Datenschutzbehörde lautete 0000027.[1] Seit dem Inkrafttreten DSGVO ist die DVR-Nummer obsolet.[2]

Beispiel DVR-Nummer

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Rechtsgrundlagen und Beschreibung - Datenschutzbehörde. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 20. Dezember 2016; abgerufen am 16. Juli 2017.
  2. Verordnungen in Österreich - Datenschutzbehörde. Abgerufen am 14. Januar 2021.