Deck-Building

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Deck-Building ist ein Mechanismus in Kartenspielen, bei dem die Spieler während des Spiels ein Kartendeck zusammenstellen und optimieren. Als wichtigstes Deck-Building-Spiel gilt das Kartenspiel Dominion, durch das Deck-Building weite Verbreitung fand.

Prinzip[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Spieler beginnen das Spiel mit einer kleinen Anzahl an Karten, die üblicherweise nicht besonders mächtig sind. Während des Spieles können sie neue Karten erwerben, die sie dann ihrem Deck hinzufügen. Während des Spiels werden die neu erworbenen Karten gezogen, und stehen somit dem Spieler zum Ausspielen zur Verfügung. So wird das Deck erst während des Spiels gebaut, und erfährt meist bis zum Ende des Spiels ständig Änderungen.[1]

Reiz des neuen Mechanismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Spieler haben während des Spieles Einfluss auf die Zusammenstellung ihres Decks. Weder ist die Auswahl der Karten in jedem Spiel die gleiche, noch müssen sich die Spieler vor dem Spiel entscheiden, welche Karten ihnen zur Verfügung stehen werden. So hat jedes Spiel das Potential, eine noch nie vorher dargewesene Variante des Spiels zu werden.

Deck-Building steht im Kontrast zur klassischen Variante der preconstructed Decks. Üblicherweise mussten Spieler ihr Deck vor dem Spiel selbst zusammenstellen, wie z. B. im Klassiker Magic: The Gathering. Hierbei gab es oft das Problem, welche Karten überhaupt eingesetzt werden dürfen. Mit dem Deck-Building-Mechanismus können die Spieler sich auf die Auswahl der Karten direkt vor dem Spiel einigen und sofort mit dem Spiel beginnen.[1]

Das eigentliche Spiel spielt im Deck-Building damit eine größere Rolle als die Vorbereitung. Ist das Deck zuvor zusammengestellt worden, erscheint das Spiel teilweise als bloße Ausführung. Mit vorher erstellten Decks wird weniger die Fähigkeit der Spieler während, sondern eher vor dem Spiel zum Ausdruck gebracht. Deck-Building integriert diese Leistung in das Spiel selbst.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Obwohl es schon vor Dominion Spiele mit Deck-Building-Mechanismus gab, sollte dieses Spiel den Durchbruch bedeuten. Als Spiel des Jahres 2009[2] fand es einen enormen Absatz und verbreitete sich auch im Ausland.

Seitdem wurden viele Spiele auf den Markt gebracht, die sich diesen Mechanismus zu Nutzen machten, mit ebenfalls großem Erfolg wie z. B. Thunderstone, Ascension oder Nightfall.

Inzwischen gibt es Websites, die sich lediglich dem Deck-Building-Genre widmen.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Deck-buidling games, meoplesmagazine, 11. Mai 2011
  2. Spiel des Jahres 2009 Website von „Spiel des Jahres“
  3. deckbuildinggames.com (Memento des Originals vom 30. Mai 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/deckbuildinggames.com Website, die sich ausschließlich Deck-Building-Games widmet