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Der Meisterboxer (1924)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Film
Titel Der Meisterboxer
Originaltitel Winner Take All
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1924
Länge 66 Minuten
Stab
Regie W. S. Van Dyke
Drehbuch Ewart Adamson
Produktion William Fox
Kamera
Besetzung

Der Meisterboxer (Originaltitel: Winner Take All) ist ein US-amerikanischer Stummfilmwestern aus dem Jahr 1924 von W. S. Van Dyke mit Buck Jones in der Hauptrolle.

Als Perry Blair von seinem Vorarbeiter wegen einer Schlägerei gefeuert wird, stellt ihn der Boxpromoter Charles Dunham ein und bringt ihn in den Osten, um in den Boxring zu steigen. Perry wird ein Starboxer, bricht jedoch seinen Vertrag und kehrt nach Hause zurück, als er angewiesen wird, einen betrügerischen Kampf zu bestreiten.

Einige Zeit später kommt Dunham wieder in den Westen und engagiert Perry für einen weiteren Kampf auf der Grundlage Alles oder Nichts. Der Gewinner bekommt alles, der Verlierer nichts. Perry gewinnt den Kampf und zudem das Herz von Cecil Manners, die ihn für einen Feigling gehalten hat.

Der Film basiert auf dem Roman Winner Take All von Larry Evans.[1]

Ursprünglich war Gladys Hulette für die Rolle der Cecil Manners vorgesehen.[2]

Da keine Kopien der sechs Filmrollen existieren, gilt der Film als verschollen.[3]

Veröffentlichung

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Die Premiere des von der Fox Film Corporation produzierten Films fand am 12. Oktober 1924 statt.[1] 1925 kam er in Österreich in die Kinos.

Auch wenn auf eine gewisse Westernatmosphäre hingewiesen wird, konzentriere sich die Handlung auf den Boxring.[4] Die Höhepunkte lägen auf den Kampfszenen dort, und die seien gut dargestellt und gefilmt.[4][5][6]

Buck Jones stelle die Szenen laut Variety einigermaßen gut dar, das Ende sei aber sehr zahm, zu zahm für einen Buck-Jones-Film. Dieser sei in Ordnung, die Liebesgeschichte spiele nur eine nebensächliche, wenn nicht klar untergeordnete Rolle. Wenn der Kampf vorbei ist, sei es auch der Film, trotz der gegenteiligen Bemühungen des Autors. Der Film drehe sich allein um Buck Jones.[6] Peggy Shaw liefere eine zufrieden stellende Leistung ab,[4] sie arbeite hart daran, zu gefallen.[6] Dagegen kritisierte Roberta Nangle vom Chicago Daily Tribune sowohl den Film als auch Buck Jones stark. Für die Regie seien keinerlei Gedanken verschwendet worden. Jones habe nur einen Gesichtsausdruck zur Verfügung, nämlich den, dass er gerade etwas verloren habe. Ein Star könne eine dümmliche Geschichte retten, wenn aber beide nicht gut sind, gebe es auch keine Unterhaltung. Peggy Shaw sei eine hübsche Heldin, ihre Entschlossenheit, ein anständiges Mädchen zu spielen, sei allerdings lästig.[5]

Während Nangle keine weiteren bemerkenswerten Leistungen sah,[5] wird Lilyan Tashman gelobt. Ihre Darstellung sei deutlich interessanter als die von Peggy Shaw,[4] sie spiele ihre undankbare Rolle sehr gut.[6]

Einzelnachweise

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  1. a b Winner Take All (1924). In: American Film Institute. Abgerufen am 23. November 2025 (englisch).
  2. Buck Jones Secures Peggy Shaw for Leads. In: Canadian Moving Picture Digest. 16. August 1924, S. 4 (englisch, Textarchiv – Internet Archive [abgerufen am 23. November 2025]).
  3. Progressive Silent Film List. In: SilentEra.com. 12. Februar 2011, abgerufen am 5. Juli 2024 (englisch).
  4. a b c d “Winner Takes All”. In: Moving Picture World. 25. Oktober 1924, S. 718 (englisch, Textarchiv – Internet Archive [abgerufen am 23. November 2025]).
  5. a b c Roberta Nangle: Buck Jones Is Being Kidded by Some One – He’s Gathered Mistaken Idea He’s an Actor. In: Chicago Daily Tribune. 24. Oktober 1924, S. 21 (englisch, Textarchiv – Internet Archive [abgerufen am 23. November 2025]).
  6. a b c d Winner Take All. In: Variety. 31. Dezember 1924, S. 26 (englisch, Textarchiv – Internet Archive [abgerufen am 23. November 2025]).