Der Schatten des dünnen Mannes

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Filmdaten
Deutscher Titel Der Schatten des dünnen Mannes
Originaltitel Shadow of the Thin Man
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1941
Länge 93 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie W. S. Van Dyke
Drehbuch Irving Brecher,
Harry Kurnitz
Produktion Hunt Stromberg
für MGM
Musik David Snell
Kamera William H. Daniels
Schnitt Robert Kern
Besetzung

Der Schatten des dünnen Mannes ist eine US-amerikanische Kriminalkomödie von W. S. Van Dyke aus dem Jahr 1941. Der Film nach Romanmotiven von Dashiell Hammett ist der vierte Teil der Dünnen-Mann-Filmreihe, die sechs Spielfilme umfasst.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei einem New Yorker Pferderennen wird ein Jockey ermordet aufgefunden. Die Presse stürzt sich auf den Fall, allen voran der unbeliebte, egoistische Journalist Whitey Barrow. Dass Nick und Nora Charles bei dem Pferderennen zufällig vor Ort sind, lässt die Sache für die Presse noch interessanter erscheinen und auch Lieutenant Abrams ist froh, als Nick sich des Falles annimmt.

Bei Link Stephens sorgt die Ermordung des Jockeys für ziemliche Unruhe. Er ist Teil eines Wettsyndikats; sein Buchhalter Regenbogen-Benny manipuliert für ihn Rennen im großen Stil und besticht Jockeys und die Rennleitung. Whitey Barrow, seit Jahren sein Mann bei der Presse, schreibt ihm vertragsgemäß regelmäßig die Weste weiß. Whitey wiederum wird von dem jungen Journalisten Paul verachtet, der zum Freundeskreis von Nick und Nora gehört und vom Sonderbeauftragten der Legislative, Major Jason I. Sully, protegiert wird. Er will Stephens’ Machenschaften aufdecken und sich mit Hilfe seiner Freundin Molly, die als Sekretärin bei Stephens arbeitet, dessen Geschäftsbuch organisieren, in das Buchhalter Regenbogen-Benny eine ominöse Liste gelegt hat. Beim Einbruch ins Büro wird Paul von Whitey überrascht und es kommt zum Kampf, bei dem Whitey von einem Dritten erschossen wird. Kurz zuvor hat er noch von Stephens’ Freundin Claire Porter Geld zu erpressen versucht und ihr eines ihrer teuren Armbänder abgenommen.

Nicks Nachforschungen ergeben, dass der Jockey nicht ermordet wurde, sondern sich bei einem Unfall selbst erschossen hat. Er weiht nur Abrams ein und verkündet allen anderen, der Mörder des Jockeys sei auch Whiteys Mörder. Der Ticketverkäufer Maguire sagt aus, dass es am Vorabend zwischen Whitey und Stephens’ Freundin Claire einen Streit gegeben habe. Claire indes reagiert aggressiv, als sie von Nick aufgesucht wird. Bei der Durchsuchung von Whiteys Wohnung findet Nick schließlich Claires Armband wieder. Auch Claire erscheint dort auf der Suche nach dem Armband und trifft auf Nick. In die Enge getrieben muss sie zugeben, dass Whitey ihr Liebhaber war und Spielschulden bei Stephens’ Buchmacher Regenbogen-Benny hatte und sie ihm Geld beschaffen wollte. Da sie das Geld nicht habe aufbringen können, habe er stattdessen ihr Armband genommen. Sie scheitert bei dem Versuch, Nick das Armband zu entwenden. Nick wird es später seiner Frau schenken.

Nick und Nora gehen in ein Restaurant, wo sie auf Regenbogen-Benny treffen, der offenbar um sein Leben fürchtet. Zu seinem Schutz trägt er sogar eine schusssichere Weste. Auf den Mord an Whitey angesprochen, verlässt er das Lokal fluchtartig. Die Detectives haben neue Erkenntnisse gewonnen: Claire Porter heißt in Wirklichkeit Clara Pitas und ist vorbestraft. Offensichtlich wurde sie wegen ihrer Vergangenheit, von der Stephens nichts wusste, von Whitey erpresst.

Major Sully hat die Liste, die sich im Geschäftsbuch von Stephens befunden hat, überprüfen lassen. Es handelt sich um chiffrierte, manipulierte Rennergebnisse, sie stammen hauptsächlich von Regenbogen-Benny. Als Nick und die Polizei, geleitet von Sully, in dessen Apartment ankommen, finden sie ihn erhängt vor. Es sieht nach Selbstmord aus, doch stören Nick einzelne Feinheiten wie die fehlende schusssichere Weste und das nur teilweise im Kamin verbrannte Geschäftsbuch. Schließlich werden alle Verdächtigen auf das Polizeirevier gebracht.

Es stellt sich heraus, dass Major Sully Whiteys Mörder war. Er war Teil des Stephens-Syndikats und als Sonderbeauftragter der Legislative ein idealer „Beschützer“ der Bande. Whitey hatte es mit der Angst zu tun bekommen und gedroht, die Machenschaften des Syndikats aufzudecken. Damit wäre nicht nur eine Einnahmequelle Sullys weggefallen, sondern er gesellschaftlich und beruflich ruiniert gewesen. Sully hat Whitey ermordet. Da Nick vorgegeben hatte, den Doppelmörder von Jockey und Whitey zu suchen, lenkte Sully den Verdacht auf Regenbogen-Benny, auf den die Indizien gepasst hätten. Als er die Polizei zu Bennys Wohnung führte, gab er an, bereits mehrfach dort gewesen zu sein und daher den Weg zu kennen. Zwar hat Benny in dem Haus gewohnt, wenige Stunden vor seiner Ermordung jedoch ein neues Apartment innerhalb des Hauses bezogen, so dass Sully die neue Wohnung nur kennen konnte, wenn er Benny ermordet hat.

Sully greift sich Nicks Pistole und bedroht die Anwesenden. Doch Nora stürzt sich todesmutig auf Sully und rettet so alle Anwesenden – bis sich herausstellt, dass Nick nur eine ungeladene Pistole mit sich führt. Am Ende erhält Nora ein neues Armband, da sie jenes von Claire der Polizei geben muss, und einen Kuss von Nick.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Schatten des dünnen Mannes wurde im August 1941 gedreht. Es war der elfte von 14 Filmen, bei denen Myrna Loy und William Powell gemeinsam vor der Kamera standen.

Der Film wurde am 21. November 1941 in New York uraufgeführt. In Deutschland lief er 1952 an, 1992 wurde er erstmals im Fernsehen gezeigt.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der film-dienst urteilte, dass die Kriminalkomödie vom Plot her zwar „nur noch ein ‚Schatten‘ ihrer Vorgänger“ sei, aber: „das komödiantische Spiel von William Powell und Myrna Loy macht sie dennoch zu einem Vergnügen“.[1]

Dünner Mann (Filmserie)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der Schatten des dünnen Mannes. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 2. März 2017.