Der eiserne Gustav

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Filmdaten
OriginaltitelDer eiserne Gustav
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr1958
Länge102 Minuten
AltersfreigabeFSK 0
Stab
RegieGeorge Hurdalek
DrehbuchGeorge Hurdalek
ProduktionBerolina
Kurt Ulrich Filmproduktion
MusikBernhard Eichhorn
KameraGeorg Bruckbauer
SchnittIngrid Wacker
Besetzung

Der eiserne Gustav ist eine Filmkomödie bzw. ein Filmdrama des Regisseurs und Drehbuchautors George Hurdalek aus dem Jahr 1958. In der Hauptrolle verkörpert Heinz Rühmann den alternden Droschkenkutscher Gustav Hartmann.

Die literarische Vorlage des Films ist der 1938 erschienene Roman Der eiserne Gustav von Hans Fallada, in dem die Hauptfigur den Namen „Gustav Hackendahl“ trägt. Der Roman wiederum beruht auf einer wahren Begebenheit. Im Jahre 1928 hatte Gustav Hartmann tatsächlich eine Droschkenfahrt von Berlin nach Paris und zurück unternommen.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berlin, zur Zeit der Weltwirtschaftskrise 1928: Gustav Hartmann, einst Fuhrunternehmer, kann als Droschkenkutscher seine Familie nicht mehr ernähren. Automobile Taxen werden von den Kunden bevorzugt. Vor seiner Frau verheimlicht er diese Situation, indem er sich vom Gastwirt Fietzke Geld leiht. Als Sicherheit verpfändet er das Grundstück mit dem Wohnhaus darauf. Durch Zufall erfährt seine Familie davon und will ihn für unzurechnungsfähig erklären lassen.

Nach einer Vorladung vor Gericht verlässt er mit seiner Droschke die Stadt ohne bestimmtes Ziel. Ein Zeitungsreporter spürt ihn auf und verspricht ihm 500,- Mark für eine Fahrt nach Paris und begleitet ihn dorthin. Durch den Zeitungsreporter erfährt nun die breite Öffentlichkeit von seinem Vorhaben. Die Information darüber dringt bis in die kleinsten Gemeinden vor, die dem Durchreisenden nun jeweils einen begeisterten Empfang bescheren.

Als er endlich in Paris ankommt, interessiert sich die Öffentlichkeit jedoch zunächst nicht für ihn, da Charles Lindbergh gerade seinen ersten Flug über den Atlantik beendet hat und somit Gustav mit seiner Droschkenfahrt in den Schatten des öffentlichen Interesses stellt.

Entmutigen lässt er sich dadurch aber nicht. Er tritt die Heimreise von Paris nach Berlin an und als er dort erfolgreich seine Rückreise beendet, wird er vom wartenden Publikum begeistert empfangen. Er versöhnt sich mit seiner Familie und beschließt, das auf der Reise erworbene Geld in eine Automobilwerkstatt mit Tankstelle zu investieren.

Produktionsnotizen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film kam am 5. Dezember 1958 in die deutschen Kinos.[1] Die Drehorte waren Berlin, Köln und Paris.[2]

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu einer zwiespältigen, insgesamt aber positiven Einschätzung gelangt der Evangelische Film-Beobachter: „Eine rührende und heitere Geschichte von der triumphalten Verzweiflungsfahrt eines unzeitgemäß gewordenen Droschkenkutschers von Berlin nach Paris. Ein bunter Bilderbogen, der vor den thematischen Möglichkeiten seines Stoffes versagt, als harmlose und nette Unterhaltung jedoch ab 14 brauchbar ist.“ [3] Das Lexikon des internationalen Films zieht folgendes Fazit: „Volksstück über ein populäres Berliner Original mit Schmunzel- und Rührungseffekten.“ [4]

Weitere Verfilmungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1979 strahlte die ARD eine siebenteilige Fernsehserie gleichen Titels aus. Die Titelrolle spielte Gustav Knuth.[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der eiserne Gustav (1958) - Release Info - IMDb. In: imdb.com. Abgerufen am 20. Juni 2015 (englisch).
  2. Der eiserne Gustav (1958) - Filming Locations - IMDb. In: imdb.com. Abgerufen am 20. Juni 2015 (englisch).
  3. Evangelischer Presseverband München, Kritik Nr. 312/1959
  4. Lexikon des internationalen Films, rororo-Taschenbuch Nr. 6322 (1988), S. 833
  5. Legendäre Mehrteiler: Der eiserne Gustav