Destruktionstrieb

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Unter einem Destruktionstrieb versteht man den inneren Trieb eines Menschen, etwas oder sich selbst zerstören zu wollen.

Dazu können Selbstverstümmelungen, wie z. B. sich selbst zugefügte Schnittwunden, bis hin zum Suizid gehören. Betroffen sind bei dieser Art der Verstümmelung oft Menschen, die sich in einem Selbstfindungsprozess befinden, also vor allem Jugendliche, die als Begründung ihrer Tat oftmals angeben, sich durch den Schmerz selbst spüren zu können oder Probleme zu verarbeiten. Verwendet werden hierbei Rasierklingen, Zirkel, Schere oder auch Glasscherben. Statt Schnittwunden verbrühen sich manche Betroffene mit heißem Wasser.

Es gibt auch Menschen, die von Kind (oder von anderen Zeitpunkten) an ein starkes Bedürfnis haben, sich verschiedene Extremitäten entfernen zu lassen. Sie sehen zum Beispiel ihr rechtes Bein als eine Last an, die es nur herumzuschleppen gilt. Als letzte Tat sind Amputationen in einem solchen Fall keine Seltenheit.

Neben dem Sich-selbst-Zufügen körperlicher Schmerzen ist auch die Selbstbeibringung psychischen Leids möglich, etwa durch ein Verhalten, das zur Abwertung durch andere Menschen führt.

In der Freudschen Psychoanalyse wird der Destruktionstrieb (auch: Todestrieb) als zweiter grundlegender menschlicher Trieb neben dem Sexualtrieb (Eros) postuliert. Freud bezeichnet den Todestrieb entsprechend seiner Vorliebe für Bezeichnungen aus der griechischen Antike als Thanatos. Die dem Thanatos zugehörige psychische Energie wurde dagegen 1935 von dem italienischen Psychoanalytiker Edoardo Weiss mit dem Terminus Destrudo versehen – in Analogie zur Libido des Eros. Den Todestrieb postulierte Freud erst relativ spät in seinem Wirken. Seine Konzeption wurde insbesondere durch den Ersten Weltkrieg und die berichteten grausamen Stellungsschlachten beeinflusst.

Zu diskutieren ist, ob der Destruktionstrieb aktuell (Stand 2015) tatsächlich der Archeopsyche zuzuordnen ist – bei Freud gemäß seiner Strukturhypothese dem Es – oder der Exteropsyche – bei Freud dem Über-Ich.