Desura

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Desura
Desura Logo
Entwickler Bad Juju Games, Inc
Betriebssystem Windows;
Linux
Kategorie Vertriebsplattform, Digitale Distribution
Lizenz Client: GPL v3;
Server: proprietär
Deutschsprachig nein
www.desura.com (offline)
Screenshot des unter GPL3 veröffentlichten Desura Clients (Linux-Version): Laufende Installation des Spiels Xonotic

Desura war eine Internet-Vertriebsplattform für Computerspiele, die seit 2015 vom Unternehmen DesuraNET betrieben wurde, die auch die Computerspiel-Webangebote ModDB und IndieDB betrieb. Im März 2016 wurde der Betrieb eingestellt.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Desura wurde am 10. Juli 2013 von Linden Lab aufgekauft.

Am 5. November 2014 gab Linden Lab bekannt, dass Desura an Bad Juju Games, Inc verkauft wurde.

Im Juni 2015 hat Bad Juju Games, Inc Insolvenz angemeldet.[2]

Konzept[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gegensatz zum Marktführer Steam liegt der Fokus eher auf Mods und Indie-Spielen. Es wird ein Cross-platform Ansatz verfolgt, so werden Spiele für Windows, Linux als auch die Mac Plattform angeboten. Des Weiteren wird die Online-Community eingebunden, da jedes registrierte Mitglied Testberichte schreiben und Screenshots hochladen kann.[3] Die Vertriebsplattform selbst bietet keine technischen Möglichkeiten für Digital Rights Management an. Im Gegensatz zu anderen Online-Vertriebsplattformen, die DRM nicht dulden wie GOG.com, dürfen die angebotenen Spiele jedoch eigene digitale Rechteverwaltungsmaßnahmen integrieren.[4]

Kosten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Desura listet selbst keine Kosten auf ihrer Webseite. Nach Aussagen von Entwicklern[5] betragen die Distributions-Kosten 30 % des Verkaufspreises, eine Auszahlung findet aber erst ab 500 € (abzüglich Gebühren) statt.

Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der für Windows und Linux verfügbare quelloffene Client nutzt Chromium Embedded Framework, GTK+ und wxWidgets, setzt jedoch ansonsten sehr stark auf plattformunabhängige Web-Technologie. Ähnlich wie bei Google Chrome mit Chromium wird der Quelltext des Clients ohne Markenzeichen als Desurium bei GitHub veröffentlicht.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.pro-linux.de/news/1/23379/spielevertriebsplattform-desura-nicht-mehr-erreichbar.html
  2. Desura: Eigentümer meldet Insolvenz an. Pro-Linux, 8. Juni 2015, abgerufen am 16. Juni 2015.
  3. Benjamin Jakobs: Desura: Eigene Vertriebsplattform der ModDB für Spiele und Modifikationen. In: Eurogamer. 17. Dezember 2009, abgerufen am 6. Januar 2014.
  4. Marko Lindner: Desura-Plattform auch für Linux. In: Pro-Linux.de. 18. November 2011, abgerufen am 5. Januar 2014.
  5. Jana Reinhardt: Indie Arena - Indie Distribution. 19. März 2012, abgerufen am 5. Januar 2014.
  6. Michael Larabel: Desura Game Client Is Now Open-Source. Phoronix, 21. Januar 2012, abgerufen am 21. Januar 2012 (englisch).