Deutscher Bund abstinenter Studenten

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Der Deutsche Bund abstinenter Studenten (DBaSt) war ein Korporationsverband reformierter Studentenverbindungen mit Einfluss auf die frühe Jugendbewegung und Teil der Lebensreformbewegung.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1902 trat der Student Eduard Edert aus dem Akademischen Turnverein (ATV) in Kiel aus und gründete zusammen mit weiteren abstinenten Studenten den Verein abstinenter Studenten. Zu diesem Zeitpunkt setzte der Verein sich aus etwa 10 Aktiven und 20 alten Herren aus der Abstinenzbewegung zusammen. Zeitgleich gründeten sich anderenorts, so in Tübingen, Berlin und Heidelberg, Gruppen abstinenter Studenten. Zusammen mit diesen schloss man sich 1902 zu einem Dachverband zusammen der ab 1906 den Namen Deutscher Bund abstinenter Studenten (DBaSt) trug. Zusammen mit anderen abstinenten Korporationen gab man ab 1911 die Akademische Gemeinschaft - Monatsschrift für die deutsche studentische Abstinenzbewegung heraus. Im Jahre 1913 war der DBaSt bereits in sechzehn Hochschulen mit Ortsgruppen vertreten. Ideelle und personelle Überschneidungen gab es mit dem abstinenten Guttemplerorden. Der DBaSt war Mitbegründer der Freideutschen Jugend sowie Ideengeber und Mitausrichter des Ersten Freideutschen Jugendtages auf dem Hohen Meißner im Oktober 1913.

In der Festschrift zur Jahrhundertfeier auf dem Hohen Meißner wird der "innere Gehalt" und das Ideal des Bundes wie folgt beschrieben:

„Kampf allem Ungesunden in unserem Volkstum! Befreiung des deutschen Volkes von seinem gefährlichsten Zwingherrn, dem deutschen Trunk!“

Bekannte Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sigrid Bias-Engels: Zwischen Wandervogel und Wissenschaft - Zur Geschichte von Jugendbewegung und Studentenschaft 1896-1920. Edition Archiv der deutschen Jugendbewegung. Bd. 4. Verlag Wissenschaft und Politik, Köln 1988. ISBN 3-8046-8709-1
  • Johannes Jacobs (Hrsg.): Was war das - das Meißnerfest 1913?. Verein zur Erhaltung der Hohburg e.V., Kiel 1987
  • Winfried Mogge, Jürgen Reulecke: Hoher Meißner 1913 – Der Erste Freideutsche Jugendtag in Dokumenten, Deutungen und Bildern. Edition Archiv der deutschen Jugendbewegung. Bd. 5. Verlag Wissenschaft und Politik, Köln 1988. ISBN 3-8046-8723-7
  • Hermann Martin Popert: Helmut Harringa: Eine Geschichte aus unserer Zeit. Köhler, Dresden 1910