Deutscher Evangelischer Kirchentag (1848–1872)

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Der Deutsche Evangelische Kirchentag entstand in Reaktion auf die Revolution von 1848.

Erstmals fand vom 21. bis 23. September 1848 in der Schlosskirche in Wittenberg eine „Versammlung evangelischer Männer“ statt, die auch als Kirchentag bezeichnet wurde. Hier hielt unter anderem Johann Hinrich Wichern seine richtungweisende Rede zur Gründung des „Centralausschusses für die Innere Mission der deutschen evangelischen Kirche“, aus welchem später das Diakonische Werk entstehen sollte.

Bis zum Jahr 1872 fanden 15 weitere solcher Kirchentage statt, Themen waren im Wesentlichen die Innere Mission und soziale Probleme. Federführend beteiligt war neben Wichern auch Friedrich Wilhelm Krummacher und andere. Der Kirchentag tendierte mit der Zeit zum Monarchismus. Das Ende im Jahr 1872 war vor allem durch die damalige Unvereinbarkeit von Luthertum und preußischer Union bestimmt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Werner Kreft: Die Kirchentage von 1848–1872. ISBN 3631474385.
  • Margot Käßmann: Zur Geschichte des Deutschen Evangelischen Kirchentages. Hannover 2005 (Vortrag im Niedersächsischen Landtag, 17. Mai 2005, PDF).