Deutsches Knopfmuseum

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Eingangsbereich des Deutschen Knopfmuseums

Das Deutsche Knopfmuseum in Bärnau in der Oberpfalz wurde 1975 eröffnet. Seit 1998 befindet es sich im ehemaligen Kommunbrauhaus in der Tachauer Straße 2. Auf zwei Stockwerken werden Knöpfe aus vier Jahrhunderten und 26 verschiedenen Materialien gezeigt sowie die für die Knopfproduktion verwendeten Maschinen und verschiedene Herstellungsmethoden. Insbesondere gibt das Museum Einblicke in die Verarbeitung von Perlmutt.

Geschichte des Deutschen Knopfmuseums[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Aufbau einer Privatsammlung durch Rudolf Jäpel wurde 1975 in der Bahnhofstraße in Bärnau ein erstes Knopfmuseum eröffnet. Als der Abzug der Sammlung drohte übernahm diese die Stadt Bärnau. Initiator dieser Aktion war der frühere Leiter der Knopffachschule und der IKNOFA, Marcel Hermann. Ab 1982 begann Herr Hermann zusammen mit seiner Frau Edith die Sammlung neu zu ordnen und aufzubauen. Es folgte die Gründung des Deutschen Knopfmuseums, das am 1. März 1983 in dem Gebäude der früheren Knopffachschule in der Tachauer Straße eröffnet wurde. Der Grundbestand von ca. 6000 Knöpfen aller Art aus der Sammlung von Rudolf Jäpel wurde innerhalb weniger Jahre auf eine halbe Million Einzelstücke aufgestockt.

Im Jahr 1988 belief sich der Bestand des Museums auf ca. 2,5 Millionen Knöpfe. Ab dem Jahr 1985 wurden jährlich neue Schwerpunktveranstaltungen über einzelne Knopfmaterialien veranstaltet. Das Knopfmuseum, dessen Leiter Marcel Hermann bis 1989 war, zählte bis zum Juli 1987 ungefähr 16.000 Besucher. Da das bisherige Gebäude nicht mehr den Anforderungen eines modernen Museums entsprach wurde beschlossen, dass das Deutsche Knopfmuseum im zu renovierenden Kommunbrauhaus eine neue Heimat finden sollte. Die Dokumentation in der ehemaligen Braustätte wurde ab dem Jahr 1995 eingerichtet und 1998 eröffnet.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Weidenberg in Oberfranken gibt es seit ca. 1997 das Glas-Knopf-Museum in der ehemaligen Knöpfe- und Glasfabrik Bernt in der Gablonzer Werksiedlung. Dort siedelten sich ab 1946 sudetendeutsche Vertriebene aus Gablonz an, die die Kunst der Knopfherstellung aus Glas mitbrachten. Träger des "Glas-Knopf-Museums Weidenberg" ist der Verein "Werksiedlung Weidenberg e.V." Grundstock der Glas-Knopf-Ausstellung bilden die Knopf-Musterkarten der ehemaligen Firma E. Pilz „Crystall“ aus Fichtelberg. An historischen Maschinen wird die Herstellung von Glasknöpfen vorgeführt.

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 49° 48′ 39,2″ N, 12° 26′ 2″ O