Deutsches Literatur-Lexikon

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Das Deutsche Literatur-Lexikon ist ein in dritter Auflage vorliegendes biografisches Nachschlagewerk zu Autoren und Literatur. Das Lexikon wird nach seinem Begründer Wilhelm Kosch auch kurz Kosch genannt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Auflage erschien 1927 und 1930 in zwei Bänden und die zweite, stark erweiterte Auflage von 1947 bis 1958 in vier Bänden:

  • Bd. 1: Aachen – Hasenauer, 1949.
  • Bd. 2: Hasenberger – Müllner, 1953.
  • Bd. 3: Münch – Sparre, 1956.
  • Bd. 4: Spartakus – Zyrl, 1958.

Dritte Auflage 1968–2022[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1966 bis 2022 erschien das Werk in dritter Auflage, zuerst unter der Herausgeberschaft von Heinz Rupp (Verantwortlicher für Mittelalter) und Carl Ludwig Lang (Verantwortlicher für Neuzeit) im K. G. Saur Verlag in München und bei Francke in Bern,[1] später im Verlag Walter de Gruyter, Berlin. Sechs Ergänzungsbände (zusätzlich aufgenommene Autoren, Anonyma sowie weitere Angaben zu bereits aufgenommenen Autoren) erschienen von 1994 bis 1999 bei Saur, der ausstehende siebte Ergänzungsband entfiel im Zuge des Verlagswechsels zu Walter de Gruyter. Stattdessen erschienen bei De Gruyter von 2020 bis 2022 drei Nachtragsbände. Die Bände der Gesamtreihe:

Rezensionen

In einer Rezension aus Informationsmittel für Bibliotheken von 1994 heißt es:

„Der Kosch ist zwar das – nach Zahl der Einträge – ausführlichste Lexikon zur deutschen Literatur, an Sorgfalt der Bearbeitung steht er aber dem Killy weit nach.“[1]

Der Anglist Horst Weber meint:

„Die 3. Auflage von Wilhelm Koschs († 1960) Deutschem Literatur-Lexikon ist ein informationsreiches und monumentales, wenn auch nicht beredtes Zeugnis für die Misere, in der sich die deutsche Literaturgeschichtsschreibung seit der Erweiterung des Literaturbegriffs befindet […] Es bleibt bei einem Werk dieser Reichweite bei einer relativ kurzen Entstehungszeit nicht aus, daß bei der Fülle der zu bearbeitenden Daten Autopsie nur selten durchzuführen ist und nicht für jeden A. ein Verzeichnis seiner sämtlichen Schriften und der über Um [sic] erschienenen Literatur erstellt werden kann. Trotzdem erstaunt immer wieder aufs Ganze gesehen die Vollständigkeit des Deutschen Literatur-Lexikons, und man muß den Bearbeitern und Herausgebern danken, daß sie keine Mühe gescheut haben, das immense Material zusammenzutragen.“[2]

Unterreihen der dritten Auflage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zusammenhang mit der Erarbeitung der dritten Auflage erschienen zwei Unterreihen.

Deutsches Literatur-Lexikon. Das Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Unterreihe Deutsches Literatur-Lexikon. Das Mittelalter, herausgegeben von Wolfgang Achnitz, erschien von 2011 bis 2016 bei De Gruyter in Berlin in acht Bänden:

  • Bd. 1: Das geistliche Schrifttum von den Anfängen bis zum Beginn des 14. Jahrhunderts. 2011.
  • Bd. 2: Das geistliche Schrifttum des Spätmittelalters. 2011.
  • Bd. 3: Reiseberichte und Geschichtsdichtung. 2012
  • Bd. 4: Lyrik und Dramatik. 2012.
  • Bd. 5: Epik (Vers – Strophe – Prosa) und Kleinformen. 2013.
  • Bd. 6: Das wissensvermittelnde Schrifttum bis zum Ausgang des 14. Jahrhunderts. 2014.
  • Bd. 7: Das wissensvermittelnde Schrifttum im 15. Jahrhundert. 2015.
  • Bd. 8: Nachträge, Chronologie und Register. 2016.

Deutsches Literatur-Lexikon. Das 20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Deutsches Literatur-Lexikon. Das 20. Jahrhundert. Biographisch-bibliographisches Handbuch. Begründet von Wilhelm Kosch. Herausgegeben von Lutz Hagestedt. Saur, Zürich und München (bis Band 13) und De Gruyter, Berlin (ab Band 14), 2000 ff. ISBN 3-908255-00-7.

Seit 2000 erschienen in dieser Unterreihe (Zitierform: „Kosch Lit. 20. Jh.“) 37 Bände bis zum Eintrag „Löw“ (Stand: Februar 2022):

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Hans-Albrecht Koch: Deutsches Literaturlexikon. Rezension. In: Informationsmittel für Bibliotheken. Band 2, Nr. 3/4, 1994, ISSN 0946-8781, ZDB-ID 1156171-3 (online [abgerufen am 27. Dezember 2012]).
  2. Rezension zur dritten Auflage