Deutschlandreise

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Deutschlandreise
Daten zum Spiel
Autor Jochen Zeiss
Verlag Ravensburger
Erscheinungsjahr 1962
Art Erkundungsspiel
Mitspieler 2 bis 6
Dauer 30-60 Minuten
Alter ab 8 Jahren

Deutschlandreise ist ein Brettspiel, das als Lernspiel für Kinder und Jugendliche konzipiert wurde.

Spiel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es erschien im Verlag Ravensburger erstmals 1962 und richtete sich an zwei bis sechs Mitspieler ab 8 Jahren. Die Originalausgabe zeigt als Spielfeld das Gebiet der damaligen Bundesrepublik Deutschland sowie der Deutschen Demokratischen Republik und am Rand des Spielbretts ein kleines Gebiet über die Oder-Neiße-Grenze hinaus. Neuere Ausgaben mit veränderter Deutschlandkarte erschienen nach Ratifizierung des Warschauer Vertrages 1974 und 1977.

Die aktuelle Ausgabe der Deutschlandreise (von 1995) hat einen doppelseitigen Spielplan. Auf der einen Seite ist Deutschland in einer topographischen Darstellung mit Abbildungen verschiedener Sehenswürdigkeiten dargestellt, auf der Rückseite die politische Unterteilung in Bundesländer. Beide unterscheiden sich jedoch nicht in den Städten oder möglichen Wegen.

Spielablauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es geht darum, mit Spielfiguren durch Deutschland zu reisen, wobei man durch das Ziehen von Karten Städte erforschen kann. Auf diese Weise soll man Deutschland kennenlernen. An Material war in der Originalausgabe von 1962 vorhanden:

  • der Spielplan, der eine Landkarte mit Städten, Straßen etc. Deutschlands darstellt.
  • Würfel
  • 208 Städtekarten in verschiedenen Farben, worauf Informationen zu den einzelnen Städten angegeben sind
  • 8 Telegramme (dienen als Ereigniskarten)
  • 6 Spielfiguren und 6 Fähnchen, die als Markierung des Heimatortes eingesteckt werden können

Ausgabe von 1977[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diese Ausgabe enthielt:

  • 1 doppelseitigen Spielplan (einmal Deutschland topographisch und einmal als Plan mit Bildsymbolen für die 69 Sehenswürdigkeiten, s. u.)
  • 6-seitigen Würfel
  • 100 Städtekarten (32 grün im Norden, 36 rot in der Mitte und 32 orange im Süden, teilweise liegen die Städte auch in den Nachbarländern)
  • 69 Hinweiskarten auf Sehenswürdigkeiten (bei Besuch der entsprechenden Stadt musste die Anweisung ausgeführt werden, dies reichte vom Aussetzen z. B. für das Betrachten des Stendaler Doms bis zum nochmaligen Würfeln nach Besuch des Brotmuseums in Ulm).
  • 6 Spielfiguren mit gleichfarbigen Fähnchen für den Heimatort
  • 6 Flugpläne (ein Flug kostete einen Würfelpunkt, man konnte aber nur einmal pro Zug fliegen)
  • 11 Glückskarten (optional, ein Spieler bekam bei seiner dritten "1" eine solche Karte, es stand dabei frei zu entscheiden, wann die Karte eingesetzt werden sollte).

Ausgabe von 1995[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die derzeit aktuelle Ausgabe enthält:

  • 1 doppelseitigen Spielplan
  • 1 Würfel mit den Werten 1 bis 5 sowie einer leeren Seite
  • 204 Städtekarten in vier verschiedenen Farben mit Bildern und Informationen zu den einzelnen Städten
  • 52 Aktionskarten für vier unterschiedliche Aktionen
  • 1 Zielfahne zur Markierung des gemeinsamen Heimatortes
  • 6 Spielfiguren

Ablauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Zufall wird der Heimatort des Spielers bestimmt und durch das Ziehen von 7 weiteren Städtekarten wird die Reiseroute durch Deutschland festgelegt. Mit dem Würfel reist der Spieler nun durch das Land, wobei er alle Städte auf seiner Reise zu besuchen hat. Durch Ablegen der Karte wird der Besuch dokumentiert. Wer zuerst alle Orte besuchte und zurück in seine Heimatstadt gelangt, hat das Spiel gewonnen. Bei bestimmter Würfelkonstellation kommen die Telegramme zum Einsatz, die allzu schnelle Reisende mit Zusatzaufgaben belegen.

Ausgabe von 1995[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der aktuellen Ausgabe bestimmen die Spieler einen gemeinsamen Heimatort, der mit der Fahne markiert wird. Jeder Spieler erhält 8 Städtekarten sowie 8 Aktionskarten. Vor dem Zug kann ein Spieler wählen, ob er würfeln will oder mittels einer Aktionskarte agieren will. Würfelt er einen Wert, zieht er entsprechend der Augenzahl, würfelt er die leere Würfelseite, zieht er eine Aktionskarte vom Stapel und hat die Möglichkeit, die Aktion auszuführen. Der Spieler kann durch Aktionskarten Städte direkt anfliegen, zu anderen Mitspielern springen, diesen Zusatzziele auftragen oder sie zu sich holen. Die ersten beiden Aktionen dienen in erster Linie dazu, seinen eigenen Spielverlauf zu beschleunigen, die beiden letzten, Mitspieler in ihrem Spielverlauf zu behindern.

Adaptionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1968 knüpfte der Autor Zeiss an den Erfolg der Deutschlandreise an. Der Verlag brachte die "Weltreise" auf den Markt. Dieses Spiel wurde 2003 die Grafik und das Material noch einmal überarbeitet. [1] Es läuft nach dem gleichen Prinzip wie der Vorgänger, nur sollen die Spieler jetzt mittels einer Weltreise Länder und Städte kennenlernen.[2]
  • 1980 brachte der Ravensburger Spieleverlag das nach ähnlichem Prinzip ablaufende Spiel Europareise heraus. Ein Autor wurde nicht genannt.[3][4][5]
  • vor der deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1989 entstand das Brettspiel DDR-Reise beim Fürther Spieleverlag Klee.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://luding.org/Skripte/GameData.py/DEgameid/14797
  2. http://www.poeppelkiste.de/frame/frame.htm?/gutespiele/../neuauflagen/2004/weltreise/weltreise.htm
  3. http://luding.org/Skripte/GameData.py/DEgameid/557 In dem stark auf Glück basierenden Spiel wurden nun Flugverbindungen innerhalb Europas genutzt.
  4. http://www.spieletest.at/spiel.php?ID=241
  5. Wolfgang Kramer auf die 2007 Ausgabe.