Deutzgau

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Der Deutzgau (Pagus Tuizichgowe) war eine mittelalterliche Gaugrafschaft mit Deutz als randstädtigem Zentrum. Er umfasste das dem Kölngau gegenüberliegende rechtsrheinische Gebiet. An den Deutzgau schloss sich im Südosten der Auelgau an – beide Gaue waren in frühkarolingischer Zeit eingerichtet worden, um den Druck der Sachsen gegen den Rhein auffangen zu können.

Wohl aufgrund der Lage zwischen den Machtbereichen des Erzbischofs von Köln und des Grafen von Berg gelang es den Gaugrafen nicht, den Deutzgau zu einer eigenen Grafschaft umzubilden. Im Jahr 1001 schenkte Kaiser Otto III. dem Erzbischof Heribert von Köln den Deutzgau, aber genau ein Jahrhundert später, 1101, wird der Graf Adolf I., erstmals als Graf von Berg Grafschaft Berg, urkundlich erwähnt. Graf Adolf I. war zu diesem Zeitpunkt bereits Vogt der Abtei Deutz. Graf Adolf I., vor allem aber sein Sohn, Graf Adolf II., der von 1115 bis 1160 regierte, nutzten ihre Position – und wohl vor allem die Tatsache, dass ihre Familie im 12. Jahrhundert mehrere Erzbischöfe von Köln stellte - um den Deutzgau etwa um das Jahr 1150 in ihr Herrschaftsgebiet zu integrieren.

Gaugrafen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • D. Lück: “In pago Tuizichgowe – Anmerkungen zum Deutzgau.” Rechtsrheinisches Köln 3 (1977) 1-9.
  • Geschichtlicher Atlas der Rheinlande. 7. Lieferung, IV.9: Die mittelalterlichen Gaue, 2000, 1 Kartenblatt, 1 Beiheft, bearbeitet von Thomas Bauer, ISBN 3-7927-1818-9.