Dioecesis Orientis

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Die Diözesen von ca. 293 bis vor 337.
Die Diözesen um 400 n. Chr. (Spätantike)

Die Dioecesis Orientis (deutsch: Diözese des Ostens, Griechisch: Ἑῴα Διοίκησις Heoa Dioíkesis) war eine spätantike Verwaltungseinheit (Dioecesis) des Römischen bzw. Oströmischen Reiches. Sie bestand von 314 bis 535/636 nach Christus.

Gebietsstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dioecesis Orientis umfasste folgende 17 Provinzen:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Römische Reich war zunächst in 46 Provinzen aufgeteilt, die von Diokletian im Wesentlichen durch Aufteilung um 300 nach Christus auf 101 Provinzen erhöht wurden, die wiederum in Diözesen zusammengefasst wurden. Der Leiter der Diözesen (und Provinzen) war der Vicarius, Stellvertreter des nach 312 aus dem militärischen Prätorianerpräfekten hervorgegangenen Zivilbeamten. Bereits bei der Reichsteilung 395 wurde die Struktur der Diözesen geändert in vier Präfekturen, 15 Diözesen und 119 Provinzen. Der Dioecesis Orientis wurde die Dioecesis Aegypti ausgegliedert. Die spätantike Diözesanstruktur wurde erst angesichts der islamischen Expansion (ab 630) zugunsten der Themenverfassung aufgegeben.

Liste der Comites Orientis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Lollianus Mavortius (330–336)
  • Felicianus (335–?)
  • Nebridius (354–358)
  • Domitius Modestus (358–362)
  • Iulianus (362–363)
  • Aradius Rufinus (363–364)
  • Eutolmius Tatianus (ca. 370)
  • Tuscianus (381)
  • Flavius Eparchius Philagrius (ca. 382)
  • Proculus (383–384)
  • Icarius (ca. 384)
  • Irenaeus (431–435)
  • Ephraim von Amida (ca. 522–ca. 525)
  • Asterius (587–588)
  • Bacchus (588–589)
  • Bonosus (ca. 609–610)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]