Diskussion:Containment-Politik

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Anmerkungen[Quelltext bearbeiten]

Wurde durch die Containment Politik und durch die Truman Doktrin eigentlich auch die Verhandlungen der USA zur Wiederbewaffnung Deutschlands und Beitrag Deutschlands zur NATO wesentlich beeinflusst und wenn ja, inwiefern? [Anonym]

Die Wiederbewaffnung Deutschlands war für die Amerikaner bereits ab 1951 ein ernsthaftes Thema, scheiterte aber zunächst an Frankreichs Ablehnung. [1]. Da Trumans Präsidentschaft bis 1953 dauerte, fällt sie in die Aussenpolitik der Truman-Administration und damit auch in die Containment-Politik (am 12. März 1947 formuliert).
Bereits in den Endzügen des 2. Weltkriegs kam es zwischen den Westallierten und der Sowjetunion zu Spannungen. Insbesondere die USA pochte auf die Selbstbestimmung der Völker um einen weiteren Weltkrieg entgegenzuwirken (schon Präsident Wilson pochte nach dem 1. Weltkrieg auf die Selbstbestimmung der Völker - seine Ideen fanden jedoch im amerikanischen Kongress keine Mehrheit, weshalb die USA nicht Mitglied im Völkerbund wurde und wie die Geschichte zeigt wurde seine Ideen auch im Völkerbund nicht nachhaltig umgesetzt). Da Stalin jedoch einerseits eine expansive Aussenpolitik anstrebte und andererseits sein sicherheitspolitisches Bestreben mit einem Gürtel "freundlich" gesinnter Staaten absichern wollte, konnte er die Selbstbestimmung der Völker nicht berücksichtigen und erstes eindrückliches Beispiel war die politische "Übernahme" Polens.[2]. Am 6.September 1946 äusserte der US-Aussenminister James F. Byrnes: "We do not want Germany to become the satellite of any power". Diese Aussage war klar gegen die Sowjetunion gerichtet.[3] Damit war den Amerikanern auch voll bewusst, dass sie eine Ausbreitung der Sowjetunion über Westeuropa nur mit der Stärkung und Einbindung Deutschlands zu erreichen konnten. Sogar Frankreich musste dies ab August 1948 erkennen (Bildung der Trizone). Erster Testfall für die Containmentpolitik war die sowjetische Berlinblokade am 24. Juni 1948.[4] Nach einer wirtschaftlichen Stärkung (Marshall-Plan), bei dem die USA die europäischen Staaten massgeblich zur Zusammenarbeit drängten, war es auch insbesondere auf das Sicherheitsbedürfnis der Vereinigten Staaten zurückzuführen, dass am 17. März 1948 die NATO gegründet wurde (noch ohne Deutschland). Die Einbindung Deutschlands in das westeuropäische Sicherungs- und Verteidigungskonzept war für die USA keine Frage, für die Einbindung in die NATO musste jedoch Frankreich überzeugt werden und Deutschland wiederbewaffnet werden - die zu Grunde liegenden Ziele der amerikanischen Aussenpolitik in dieser Frage decken sich somit voll mit der Containment-Politik. Radio 24 21:46, 11. Jul 2006 (CEST)
  1. Erich Angermann, "Die Vereinigten Staaten von Amerika seit 1917", 7. Auflage, Juni 1983, Deutscher Taschenbuch Verlag, München, ISBN 3-423-04007-6, S. 317
  2. Erich Angermann, "Die Vereinigten Staaten von Amerika seit 1917", 7. Auflage, Juni 1983, Deutscher Taschenbuch Verlag, München, ISBN 3-423-04007-6, S. 272
  3. Erich Angermann, "Die Vereinigten Staaten von Amerika seit 1917", 7. Auflage, Juni 1983, Deutscher Taschenbuch Verlag, München, ISBN 3-423-04007-6, S. 287
  4. Erich Angermann, "Die Vereinigten Staaten von Amerika seit 1917", 7. Auflage, Juni 1983, Deutscher Taschenbuch Verlag, München, ISBN 3-423-04007-6, S. 305