Diskussion:Friedensgruß

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Authentisch kompetent?[Quelltext bearbeiten]

Ursprungstext zu 1.2. Christentum:

„Mit einem Rundschreiben vom 8. Juni 2014 hat die Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung diese Überlegungen ad acta gelegt und zusätzlich als liturgische Missbräuche qualifiziert (Georg Dietlein, Der Friedensgruß in der Liturgie. Anmerkungen zum Rundschreiben der Gottesdienstkongregation, in: Gottesdienst, 48. Jahr, 17 / 2014, Leitartikel): (1.) die Einführung eines „Friedensliedes“, das im römischen Ritus bereits aufgrund der Kürze der Zeit zwischen Friedensgruß und Brotbrechung nicht vorgesehen ist, (2.) dass sich die Gläubigen zum Austausch des Friedensgrußes von ihren Plätzen entfernen und sich in der Kirche umherbewegen, (3.) dass sich der Priester vom Altar oder aus dem Chorraum entfernt, um einigen Gläubigen den Frieden zu wünschen, (4.) dass bei bestimmten Anlässen (Ostern, Weihnachten, Taufe, Erstkommunion, Firmung, Ehe, Weihe, Ordensprofess, Beerdigung) der Friedensgruß zum Anlass genommen wird, um Glückwünsche oder Beileidsbekundungen auszutauschen.“

Also in der KirchenZeitung für das Bistum Aachen – Ausgabe Kempen/Viersen (24. August 2014.69. Jahrgang Nr. 34), liest sich das aber so:

„Zur Sache – Die Kernpunkte des vatikanischen Schreibens …Kernpunkte sind:

  • Der Friedensgruß soll (anders als ursprünglich angeregt) an seinem bisherigen Platz bleiben.
  • Nicht nötig ist es, dass der Priester bei jeder Messe automatisch zum Friedensgruß auffordert; der Austausch kann auch entfallen.
  • Der Geistliche soll seinen Platz am Altar nicht verlassen, um im Innenraum der Kirche mit Gläubigen den Gruß auszutauschen.
  • Zusätzliche Friedensgesänge und spezielle Friedenslieder sollen vermieden werden.
  • Die Gläubigen sollten zum Austausch des Grußes an ihren Plätzen bleiben und ihn auf ihre unmittelbaren Nachbarn beschränken.
  • Insbesondere sollte man diesen Gestus nicht – beispielsweise bei Hochzeiten oder Totenmessen – zu Glückwünschen oder Beileidskundgebungen ausweiten.“

Soweit also diese Aussage, ich lese darin keinen bisherigen liturgischen Missbrauch. Vielmehr lese ich Anregungen und Verbesserungen im liturgischen Ablauf. Eines steht fest: Der Friedensgruss bleibt! Einige Gründe erscheinen mir sogar plausibel, es ist wohl so, dass nicht der Geistliche den Friedensgruß vom Altar zu den Gläubigen bringen soll, sondern der Friedensgruß soll untereinander gestiftet werden. Zusätzliche Umarmungen und ein zusätzlicher Austausch von Zärtlichkeiten verstärken nicht den Friedensgruß. Andere Änderungen erklären sich auch von selbst. Zudem halte ich es für nicht belegkräftig die Anmerkungen von Georg Dietlein (Private Homepage von Georg Dietlein [1]) als kompetente und authentische Meinung als Quelle zu verbreiten. Eine kirchliche offizielle Stellungnahme wäre authentischer.--Grani (Diskussion) 12:55, 1. Sep. 2014 (CEST)

Dietlein wurde hier aufgrund eines Artikels in der Zeitschrift Gottesdienst zitiert, das dürfte als Quelle tauglich sein. Über den Satz mit den Mißbräuchen bin ich zunächst gestolpert, kam aber zu der Ansicht, daß hier zutreffend wiedergegeben wurde. Bestimmte Dinge waren im römischen Ritus auch vorher schon so (etwa, daß der Priester den Altar nicht verlassen soll oder daß der Austausch nicht Bestandteil jeder Meßfeier zu sein braucht), nur gabs da Auswüchse, weshalb man es für nötig gehalten hat, dezidiert auf diese hinzweisen. --Turris Davidica (Diskussion) 13:15, 1. Sep. 2014 (CEST)
Die Position des Friedensgrußes im Ablauf der Messfeier wurde unter Seelsorgern und Liturgiewissenschaftlern in den letzten Jahren aus theologischen Gründen diskutiert (zB Verlegung nach vorn, zum Bußakt - vgl. „Wenn du deine Opfergabe zum Altar bringst und dir dabei einfällt, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, so lass deine Gabe dort vor dem Altar liegen; geh und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder, dann komm und opfere deine Gabe", Mt 5,23-24 EU - oder nach dem Evangelium). Dieser Diskussionsprozess ist nun wohl abgeschlossen. Dass das Bistum Aachen aus römischer "Missbrauchsbekämpfung" Soll-Ratschläge macht, ist ein sympathisches Lebenszeichen des rheinischen Katholizismus (Auch in Aachen ist man "kölsch katholisch".) nach dem Motto: Wir sind Rom treu, aber Rom ist weit.--Der wahre Jakob (Diskussion) 14:12, 1. Sep. 2014 (CEST)
Beide Beiträge sind interessant und doch so widersprüchlich, dass es schon besser wäre eine kirchlich autorisierte Stellungnahme oder Mitteilung als Quellenangabe einzuarbeiten. --Grani (Diskussion) 16:08, 1. Sep. 2014 (CEST)