Diskussion:Kopfband

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In dem Artikel wird nicht auf Kopfbänder in einem Fachwerk eingegangen. Diese Kopfbänder wurden im Laufe der Entwicklung neben der statischen Funktion zunehmend als Stilelement auf der Außenwand angewendet. Sollte ein solcher Artikel eventuell separat erfasst werden - als "Kopfband in einem Fachwerkverband"?

(-- Snakwike 11:05, 12. Sep. 2007 (CEST))

Hat aber im Fachwerk doch die gleiche Funktion wie im übrigen Holzbau. Ein besonderer Artikelscheint mir nicht erforderlich; siehe auch Fachwerkhaus.-- Petflo2000 17:01, 14. Sep. 2007 (CEST)
Das Kopfband hat keine aussteifende Funktion, es verringert die Stützweite des Rähms. Beziehungsweise wird es wie oben beschrieben als Stilelement verwandt. Vielleicht sollte man es mit einem Kopfbandbalken erklären und nicht mit "Fachliteratur a la Grundwissen Bau" Club79 23:04, 7. Dez. 2008 (CET)
Vom „unverschieblichen Dreieck” schon mal was gehört? Übrigens das Buch „Grundwissen Bau” ist sicherlich nicht hochwissenschaftlich, aber die Grundlagen sind korrekt und verständlich. Gruß --Mailtosap 11:49, 12. Dez. 2008 (CET)

So weit ich weiß, wurden und werden Kopfbänder zu allen drei Zwecken eingesetzt: 1. zur Verringerung der Stützweite des Rähms, 2. zur Aussteifung und 3. als optisches Stilelement. Diese Funktionen sollten meiner Ansicht nach auch alle dargestellt werden. Angesichts des noch nicht übermäßig hohen Informationsgehalts des Artikels bin ich gegen zusätzliche Artikel zu Kopfbändern im fachwerkverband oder so, zumal sich ein Kopfband gerade im Fachwerkverband nicht immer eindeutig einer Funktion zuweisen lässt. Übrigens hat mir ein Zimmermann mal erklärt, ein Bug sei ein entsprechendes Element, das nicht in der Ebene des Hauptelements verliefe. Das kann aber natürlich regional sehr unterschiedlich sein. Beispiel: Im Dach werden die Mittelpfetten durch Stiele getragen, die Stützweiten sind durch Kopfbänder (in Dach-Längsrichtung) verringert. Ein Bug könnte dann in der Ebene quer zum Dach z.B. eine Verringerung der Stützweite von Deckenbalken verringern, die auf der Mittelpfette aufliegen. Das habe ich aber wie gesagt nur mündlich von einem (allerdings hochqualiffizierten und denkmalpflegerisch tätigen) Zimmermeister gehört. --Stuby 12:10, 12. Dez. 2008 (CET)

Das Buch ist zwar verständlich, aber eben nicht in allen Punkten korrekt. - Die Gewichtung der drei Punkte sollte hier herausgestellt werden, sonst kann man den Artikel doch gleich streichen, oder auf es gibt Kopfbänder reduzieren. 1. Kopfbänder verringern die Stützweite 2. Kopfbänder werden aus optischen Gründen eingesetzt 3. Auch lange im Holzbau Beschäftigte glauben das Kopfbänder zur Aussteifung eingesetzt können. - Da vertraue ich lieber Holzbauexperten und der Fachliteratur Club79 14:30, 12. Dez. 2008 (CET)
Nun bleib mal locker. In guter Fachliteratur müsste auch drinstehen, dass Kopfbänder lange Zeit standardmäßig zur Aussteifung eingesetzt wurden und eingeschränkt immer noch eingesetzt werden. Sie können natürlich keine sehr großen H-Lasten aufnehmen, aber in kleinerem Umfang sind sie durchaus zur Aussteifung geeignet. Hier geht es übrigens nicht darum, ein Lehrbuch für den modernen Holzbau zu schreiben, sondern darum, das Thema zu erläutern. Und Kopfbänder sind in erster Linie eine historische Bauweise, sie kommen heute zumindest nach meiner Erfahrung fast nur noch an Carports und vorgebauten Balkonen zur Anwendung, zumal kaum noch einer einen klassischen Dachstuhl baut, geschweige denn ein klassisches Fachwerkhaus. Deswegen kann man durchaus auch beschreiben, zu welchem Zweck sie damals eingesetzt wurden. Dazu ein paar Zitate: „Das Dachgerüst selbst ist nun in der Weise zu konstruieren, dass einzelne Haupttraggerüste oder Träger, sogenannte Dachbinder, nach dem Prinzipe fester, unverschieblicher Dreiecke unter Anwendung von Säulen, Streben, Kehlbalken, Zangen und Kopfbändern gebildet werden, durch welche die Dachlast auf die Mauern so übertragen wird, dass letztere keinen Seitenschub erleiden.“(Franz Stade: Die Holzkonstruktionen. Lehrbuch zum Selbstunterrichte. Leipzig, 1904. S. 135). „Zwischen Pfetten und Stielen werden Kopfbänder (Büge) angeordnet. Sie dienen der Längsaussteifung und verkürzen die Stützweite der Pfette (S. DIN 1052 § 152 Abs. 3).“ (Frick, Knöll, Neumann: Baukonstruktionslehre. Teil 2. Teubner Verlag. 20. Auflage, Stuttgart 1959. S. 16). „Kopfbänder steifen in den Vollgebinden die Verbindung der Pfetten mit den Stielen in Längsrichtung aus und verkürzen die Spannweite der Pfetten. Unter Mittel- und Fußpfetten werden sie an der Außenseite der Pfetten angebracht (sie verringern die Größe des Kippmoments), unter Firstpfetten in deren Achse.“ (Martin Mittag: Baukonstruktionslehre. 18. Auflage, Vieweg Verlag, Braunschweig / Wiesbaden 2000. ISBN 3-528-02555-7). Dass Kopfbänder zur Aussteifung eingesetzt werden könne, glaubt sicher die überwiegende Mehrheit der Bauschaffenden, Architekten und Bauingenieure. --Stuby 20:58, 12. Dez. 2008 (CET)
Der Artikel gibt nicht mal diese alten Sätze korrekt wieder. Die Neufassung der DIN 1052 und nachfolgende Entwicklungen dürfen auch einfliessen. Eine DIN bildet den Stand der Technik von vor über 10-20 Jahren ab und nicht den aktuellen technischen Stand. Ambivalentes Beispiel: Es steht auch in keiner Mobiltelefongebrauchsanweisung, dass das Gerät nicht fliegen kann. Das es nicht drin steht reicht aus. - Das Zimmerhandwerk hat Tradition, gerade durch Fortschritt. Club79 13:10, 13. Dez. 2008 (CET)
Dass der Artikel überarbeitet gehört, steht außer Frage. Darin wird nur die Aussteifung beschrieben, die anderen Anwendungen fehlen einfach, und es wird auch suggeriert, dass es Kopfbänder nur im Dachstuhl gäbe. Da gehört also noch einiges rein. Aber das, was Du geschrieben hast, bitte nicht. Denn Kopfbänder wurden definitiv auch zum Zwecke der Aussteifung eingesetzt, und in vielen Fällen erfüllen sie diese Aufgabe sogar. Dass die neue DIN 1052 sie nicht mehr aufführt, heißt ja nicht, dass es gar nicht gehen würde (DIN-Normen dienen übrigens ausdrücklich dem Zweck der Wirtschaftsförderung). Diese Behauptung müsstest Du erst mal belegen. Meine Belege habe ich extra aus einem möglichst langen Zeitraum gewählt – 1904, 1959 und 2000 – es ist also nicht nur historische Lehre. Ich behaupte mal, dass Kopfbänder heutzutage einfach zu teuer sind im Verhältnis zum Wirkungsgrad der Aussteifung, weil man ein paar Stahlteile viel schneller einbauen kann als ein aufwendig an beiden Seiten eingezapftes Kopfband. Windrispenbänder werden auch zur Aussteifung eingebaut, und von denen steifen bestimmt über 90% gar nicht aus und bei den meisten wäre das Weglassen wohl sinnvoller, und es ist trotzdem Stand der Technik – heute. --Stuby 15:17, 13. Dez. 2008 (CET)
Eben den Wirkungsgrad meine ich, beim Kopfband ist der in Bezug auf Längsaussteifung von Dachtragwerken vorhanden, nur ist er bei einem Windrispenband oder einer Windrispe deutlich größer. Beim Windrispenband besteht das Problem das es in überwiegender Zahl ungenügend angeschlossen ist. Club79 16:32, 13. Dez. 2008 (CET)
Klar, der Wirkungsgrad eines Kopfbandes ist nicht so toll, deswegen hat man schon lange an den Stellen, wo höhere H-Kräfte auftraten, stattdessen Streben eingesetzt, wenn es möglich war. Früher war eben der handwerkliche Aufwand für das Zapfen billiger als aufwendig geschmiedete Stahlteile, da haben sich Kopfbänder eher gelohnt; heute benutzt man ja auch kaum noch Streben, denn auch im Holzskelettbau ist die Aussteifung durch Aufbringen von Platten viel effektiver. Ich möchte aber nicht, dass der Artikel nachher den Eindruck erweckt, in einem alten Dachstuhl könne man die Kopfbänder einfach wegsägen, wenn nur die Stützabstände der Pfetten nicht zu hoch sind, denn das könnte danebengehen. Beim Windrispenband ist das Problem nicht die Theorie, sondern dass es in der Praxis sehr oft in sanftem Bogen und mit Wellen auf die Sparren aufgenagelt wird und dadurch überhaupt erst Lasten kriegt, wenn das Dach sich schon einen halben Meter verzogen hat. Oder dass es mit ein paar Dachpappstiften angeheftet wird, die sofort rausreißen würden. Dächer sind in der Praxis ausreichend durch die Reibung der sägerauhen Latten auf den sägerauhen Sparren bzw. Konterlatten ausgesteift, nur bei Erneuerung der Latten hat man das Problem. --Stuby 16:49, 13. Dez. 2008 (CET)

Verbindung und Anschluss[Quelltext bearbeiten]

Die Verbindung (als Lagesicherung) eines Kopfbandes wird zwar traditionell mit einer Zapfenverbindung hergestellt. Der Kraftanschluss erfolgt aber häufiger und statisch sinnvoller mit einem Versatz. Club79 20:37, 15. Dez. 2008 (CET)

Kopfband und Strebe[Quelltext bearbeiten]

Das Kopfband kann als Kompromiß zwischen der Anforderung an die Aussteifung oder Ausbildung einer nahezu biegesteifen Ecke mit traditonellen Mitteln des Holzbau und den Erfordernissen der Gebrauchstauglichkeit angesehen werden: Ein Carport ließe sich beispielsweise mit einer Strebe sehr gut aussteifen, aber die Zufahrt wäre versperrt. (nicht signierter Beitrag von 46.5.164.166 (Diskussion) 06:39, 21. Feb. 2011 (CET))